Mitglieder-Anmeldung

Hier sind Sie im Anmeldebereich für neue Mitglieder.

Dieser Bereich ist provisorisch und im Aufbau. Die neue Mitgliederanmeldung kommt auf unserer neuen Webseite.

Bis dahin schicken Sie uns bitte einfach eine Mail unter:

lit@lit-hamburg.de

Wir melden uns bei ihnen.

Herzliche Grüße und wir freuen uns auf Sie.

Veranstaltungen im Juni 2024

Hier finden Sie ein Verzeichnis unserer bisherigen Online - Lesungen auf Youtube:

https://lit-hamburg.de/?q=online

 

    © Gunter Glücklich Fotografie, Hamburg

Franz Dobler liest aus seinem Roman „Ein Sohn von zwei Müttern“ (Tropen)

Datum:  Sa 15.6.     Zeit: 12.00 Uhr (Frühstück ab 11.00 Uhr, Einlass: 10.50 Uhr)
Eintritt:  € 25,- (inkl. Frühstück und Eintritt zur Lesung)
Ort:        Literaturhotel Wedina
Anmeldung nur bei uns: T. 040.207 69 037 Email: lit@lit-hamburg.de 

Dobler schreibt Krimis, kennt sich mit Country Music aus, veröffentlichte Gedichte und arbeitet als Publizist. Zum ersten Mal hat er jetzt einen autobiografisch geprägten Roman geschrieben: Die Geschichte der Adoption eines bayrischen Jungen mit persischen Wurzeln. Warum  erst jetzt ein solches Buch? Darauf antwortete er dem Bayrischen Rundfunk: „ Ich glaube, dass es Bücher gibt, die man erst mit fortgeschrittenem Alter schreiben kann, bis sich Erfahrungen ansammeln und auch setzen, bis man die besser überblicken kann…“. Auslöser war eine Folge der Sitcom „Seinfeld“, in der es um einen New Yorker Serienkiller ging, der ein adoptiertes Kind gewesen ist. Damals wäre er vom Sofa aufgesprungen und habe sich gefragt, warum er denn noch kein Killer geworden sei.  Tatsächlich gäbe es ganz dubiose Wissenschaftler, die statistisch nachzuweisen versuchten, dass adoptierte Kinder für allerhand Sachen gefährdet seien. Da er dies für eine unhaltbare Behauptung hielt, machte er sich an die Arbeit des Schreibens und der Recherche. Als Journalisten Dobler fragten, ob Adoption ein Weggeben oder ein Freigegeben sei, antwortete er, im Fall des Erzählers und in seinem Fall sei es ein Freigegeben gewesen.  Auch sei Erziehung nicht nur eine Sache der Eltern, die ihn adoptierten, sondern hier auch der New Yorker Jazz, und das „Roaring Munich“ der 80er, das ihn mindestens genauso prägten. Doblers Beschreibung eines bruchstückhaften Lebens liest sich wie die Chronik einer Selbstermächtigung. Sein außergewöhnlicher Umgang mit der eigenen Adoptionsgeschichte spiegelt nicht nur die Nöte einer leiblichen Mutter und die der Adoptivfamilie, sondern auch die lange Suche nach sich selbst.  Sein Buch gestattet nicht nur „ … Blicke in seine Biografie, es erzählt von Weichen , die einzelne und die Gesellschaft stellen.“ (FR). Dobler wehrt sich gegen den Begriff der Traumatisierung, denn es sei „zur Mode geworden, sich ein Trauma anzuheften wie eine Tätowierung“. Sein Roman dreht sich mehr darum, „ … wie jemand selbst für sich und seine Verfasstheit Verantwortung übernimmt und über seinen Schatten springen will. Eine Befreiung.“ (FR).

Moderation:  Alexander Häusser

 

 

Unsere AutorInnen

Eingeladene
AutorInnen
SprecherInnen
ModeratorInnen

 

Schullesungen

Autoren und Autorinnen an Hamburger Schulen

Lesungen und Schreibwerkstätten mit Autorinnen und Autoren in Hamburger
Schulen erfreuen sich großer Nachfrage und Beliebtheit.

Sie ermöglichen die lebendige Begegnungvon Schülerinnen und Schülern mit
Schriftstellerinnen undSchriftstellern, führen zur Auseinandersetzung mit
zeitgenössischer Literaturund können so ganz wesentlich zur Entwicklung
der Lese- und Schreibmotivation der Heranwachsenden beitragen.

Aufgaben und Ziele des Vereins

Je mehr man liest,

desto differenzierter wird die eigene Sprache

und die Wahrnehmung der Welt

Das Lit

 

Um Literatur und ihre Verbreitung in der Öffentlichkeit zu fördern, wurde 1974
das Literaturzentrum von Hamburger Autorinnen und Autoren gegründet.

Für einen literarischen Verein sind über 30 Jahre des Bestehens schon ein
bemerkenswerter Erfolg, zudem das LIT in all diesen Jahren - wie kaum eine
andere literarische Vereinigung in Hamburg - im Literaturbetrieb durch ein
umfangreiches monatliches Veranstaltungsprogramm konsequent präsent ist. 
"Zu danken ist die durchweg erfolgreiche Vereinsgeschichte ausschließlich
Hamburger Autorinnen und Autoren, die in wechselnder Besetzung in all den
Jahren den Vorstand und die Programmarbeit des Vereins bildeten"
("Literatur in Hamburg", Redaktion: Jürgen Abel, Herausgeber: Kulturbehörde Hamburg).

Unser Team:
Alexander Häusser, Vorsitzender, Thomas Plaichinger, Carola Ebeling, stellvertretende Vorsitzende,
Patricia Paweletz, Jana Halamickova, Heidemarie Ott (Geschäftsführerin)
und Kirsten Netzow (Schullesungen).
Kontaktadresse:  Literaturzentrum Hamburg im Literaturhaus, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg,
Telefon 040/227 92 03 und 040/207 69 037, Fax 040/229 15 01, E-Mail: lit@lit-hamburg.de

 

Abschied von Jutta Heinrich

Es  bleibt für uns alle unfassbar: Jutta Heinrich ist am 23. Juli 2021 völlig unerwartet verstorben. Es war wie ein tödlicher Unfall, völlig unvorhersehbar wurde sie aus ihrem Leben gerissen, aus ihrer Passion, Augen und Herzen zu öffnen – für das Wort, die Welt, die Menschen. Jahrzehntelang hat sie leidenschaftlich für das Literaturzentrum gearbeitet, war als Vorstandsvorsitzende sein Gesicht und seine Seele. Hunderten von Schülerinnen, Schülern und Erwachsenen lehrte sie die Lust am Schreiben, vermittelte ihnen, was für sie selbst die Essenz ihrer schriftstellerischen Arbeit war: Haltung zu zeigen und nach Wahrhaftigkeit zu suchen.  Für ihr Wirken wurde sie mit zahlreichen Auszeichnungen, Einladungen von Goethe-Instituten, einer Gastprofessur und Arbeitsstipendien geehrt; 2017 vom Senat der Hansestadt Hamburg für ihre künstlerischen und kulturellen Verdienste um Hamburg mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet. 

Wir vermissen sie sehr, ihren Esprit, ihren Witz, ihre Schlagfertigkeit, ihren unabhängigen Geist, ihre Literatur, ihre Schreibhaltung, ihr Engagement, ihre Wachheit, Vitalität und unvergleichliche Empathie. Wir müssen von Jutta Abschied nehmen. Aber ihre Gedanken, ihre Worte, all die wertvollen und schönen Erinnerungen bleiben. Jutta wird immer zu uns sprechen. Und wir werden antworten. Wir werden die Arbeit für das Literaturzentrum Hamburg in ihrem Sinne fortführen. 

Alexander Häusser

Zweiter Vorstandsvorsitzender