Unser Programm im November

     © Oliver Staack
Lesung, Gespräch, Filmbeispiele:
Marc Böttcher über sein Buch SING! INGE, SING! (Parthas Verlag)

Datum:  Sonntag, 26.11.2017
Zeit:      Teatime 17.00 Uhr     Eintritt: € 12,--/8,-- inkl. Tee u. Gebäck
Ort:       Schloss Agathenburg, Hauptstr., Agathenburg
Kooperation mit der Kulturstiftung Schloss Agathenburg
Karten unter T. 04141.64011 oder T. 040. 227 92 03 oder Mailto: lit@lit-hamburg.de
Mailto: info@schlossagathenburg.de

Der Jazz in Deutschland hatte eine Stimme: Inge Brandenburg (1929-1999).
Marc Böttcher drehte einen Film über sie und veröffentlichte im letzten Jahr eine „überaus spannende Biografie“ (Swinging HH Journal), einen „ … wichtigen Puzzlestein deutscher Jazzgeschichte.“ (NDR).  Udo Jürgens nannte Inge Brandenburg eine kompromisslose Jazzsängerin, die in den 60ern als beste westdeutsche galt, sogar als europäische. Das Time Magazin verglich sie mit Billie Holiday. Das deutsche Publikum aber ignorierte ihr herausragendes Talent, und die Plattenindustrie versuchte, sie (erfolglos) auf Schlager zu reduzieren. In seiner bewegenden Biografie schildert Marc Böttcher ein Frauenschicksal der 50er und 60er Jahre und zeigt Filmbeispiele.

Marc Boettcher, geb. in Berlin. studierte nach seiner Schauspielausbildung Theaterwissenschaft und Germanistik. Er arbeitet seit 1988 als Dramaturg, Regisseur und Autor. Neben zahlreichen Essays veröffentlichte er Biographien über die Sängerin Alexandra und den Komponisten Bert Kaempfert. Seine Fernsehporträts über Alexandra, Bert Kaempfert, Gitte Haenning und Rosenstolz machten Furore und wurden von einem Millionenpublikum gesehen. Mit der Wiederentdeckung von Inge Brandenburg gelang ihm ein weiterer Coup. Film und CD erhielten u. a. den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“.
 

 

Unser Programm im Dezember 2017 und Januar 2018

 

Dr. Jochen Schubert im Gespräch mit Ulla Egbringhoff
Über seine neue Heinrich-Böll-Biographie Heinrich Böll 1917-1985 (Theiss Verlag)
Mit einem Vorwort von René Böll

Datum:  Dienstag, 5.12.2017   Zeit:   19.30 Uhr   Eintritt: frei  Ort:  Zentralbibliothek, Hühnerposten 1

In diesem Jahr wäre Heinrich Böll 100 Jahre alt geworden. Die neue  Biographie eines der besten Kenner seines Werks entstand auf der Basis aller verfügbaren Dokumente. Diese mit Spannung erwartete Publikation bietet eine neue Sicht auf die Ursprünge und Erscheinungsformen von Bölls Widerstand und Widerständigkeit gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen und ideologischen Vorgaben. Anders als in den bisher veröffentlichten Biographien wird hier der Blick auf die Entwicklung eines für Bölls Verständnis von Literatur und Wirklichkeit charakteristischen Eigensinns gelenkt.  Im Gespräch werden der Autor Dr. Jochen Schubert und die Journalistin und Böll-Kennerin Ulla Egbringhoff die wichtigsten Fragen der Biographie erläutern.
Ihr Gespräch wird durch mehrere kurze Lesungen aus Bölls Texten bereichert und eingerahmt.

Hans-Jörg Frey liest ausgewählte Passagen
Veranstalter: umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V., HÖB,  Literaturzentrum
 

 

                 
Neue Bücher Hamburger Autoren
Carsten Klook liest aus seinem Episodenroman
Letzte Nächte in Boohemia oder:Die schwarzen Augen der Kröte (Textem)
Alexander Häusser liest aus Sven Neygenfinds Roman Der Streichholzblick (Textem)

Datum:  Donnerstag, 7.12.2017    Zeit:      19.30 Uhr       Eintritt: € 7,-/4,-   Ort:        Literaturhaus

In Carsten Klooks Episodenroman wimmelt es von merkwürdigen Figuren, die sich allesamt als Dissidenten begreifen und sich irgendwie durchschlagen. Manchmal treffen sie aufeinander und erzählen sich Geschichten, die sich ineinander verschränken. Sven Neygenfind (zurzeit Neuseeland) erzählt vom Sehen, Reisen, Sprechen und Malen, über die Ferne und die Nähe – und auch vom Glück.

Carsten Klook, Schriftsteller und Kulturjournalist, lebt in Hamburg. Studium der Germanistik. Schrieb danach vor allem über Musik und Literatur und ist Redakteur mehrerer TV-Zeitschriften.
Bei Textem erschienen Korrektor, TV-Lounge–In-und-Auslandsverbindungen, Stadt unter, Seinsgründe–43 Neurosen.
Sven Neygenfind, geb. 1975, Studium der freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Bernhard Johannes Blume. Diverse Ausstellungen in Hamburg und in Kopenhagen. 

Alexander Häusser liest und moderiert   © Stephan Gabriel

 

 

Krimis zur Teatime
Martina Bick lliest aus ihrem Küsten Krimi Tod im Priel (emons:)

Datum:   Sonntag, 10.12.17   Zeit:        17.00 Uhr         Eintritt: € 7,-/4,-   Ort:         Literaturhaus

Wegen eines Dienstvergehens wurde eine Hamburger Kripobeamtin vorübergehend suspendiert. Um auf andere Gedanken zu kommen, fährt sie an die Nordsee. Bei einem Unfall im Hafenpriel soll die Dame ums Leben gekommen sein, in deren Haus sie lebt. Ihre Neugier, eine Art  Berufskrankheit, lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Sie zweifelt an der Todesursache, an der Version eines Unglücks und glaubt, dass es ein Mord gewesen ist. Ihre Spurensuche wird von Tag zu Tag gefährlicher.

Martina Bick schreibt Krimis, Romane und Kurzgeschichten und ist Herausgeberin von Anthologien. Zahlreiche Veröffentlichungen und verschiedene Preise und Stipendien (u.a. Krimistadtschreiberin in Flensburg, Nordfälle-Preis). Sie ist außerdem Musikwissenschaftlerin und Referentin für Gleichstellungsfragen an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Moderation: Thomas Plaichinger

 

 

   © Hermance Triay
Französisch-Deutsche Lesung
Laurence Tardieu liest aus So laut die Stille (editionfünf)
Aus dem Französischen von Kirsten Gleinig

Datum:  Donnerstag, 11.1.2018     Zeit:    19.30 Uhr    Eintritt: € 7,-/4, Ort:       Literaturhaus

Starkes Thema der aktuellen französischen Literatur sind gesellschaftliche Umbrüche und der zunehmende Verlust von Gewissheiten. „Kein Wort erscheint noch angemessen, nichts Alltägliches mehr sagbar …“ (Hush Josten) angesichts terroristischer Bedrohung und alltäglicher Gewalt.  „Schreiben ist mein Weg“, sagt Laurence Tardieu, „mein Atmen, meine Art zu sein.“ Gekonnt verbindet sie … das Persönliche mit dem Allgemeinen, inneres und äußeres Geschehen. Sie findet Worte, die es möglich machen, der Realität ins Auge zu sehen, tastend, haltlos zuweilen, aber aus der Überzeugung heraus, dass der einzige Ausweg der Blick nach vorn ist.“ (Le Soir).  Ihr neuer Roman „…ist die Geschichte eines schmerzhaften Prozesses. Einer Geburt und einer Wiedergeburt. ›So laut die Stille bahnt sich seinen Weg durch ein Gefühlsdickicht, ohne dabei Angst, Feigheit und Schwäche zu verbergen, und erweist sich als ein mutiges, aufrichtiges Buch…“ (Le Monde des Livres).

Laurence Tardieu, geb. 1972 in Marseille, lebt in Paris. Sie begann sehr früh mit dem Schreiben und hat inzwischen zehn Bücher veröffentlicht (vor allem autobiografisch geprägte Romane).

Kirsten Gleinig dolmetscht und moderiert
Patricia Paweletz liest den deutschen Text
In Kooperation mit editionfünf
 
 

    © Antony Sojka

Hamburger Lesefrühstück
Jan Mohnhaupt liest aus Der Zoo der Anderen (Hanser)

Datum:   Samstag, 13.1.2018    Zeit:       12.00 Uh                Ort: Hotel Wedina, Gurlittstr. 23
Buffet     ab 11.00 Uhr à € 20,-- inkl. Lesung. Anmeldung unter: T. 040.227 92 03

Zwei Zoodirektoren lieferten sich ein tierisches Wettrüsten, das sinnbildlich zwischen Ost und West stand: Der Tierpark Friedrichsfelde zu DDR-Zeiten und der altehrwürdige Westberliner Zoo. Gegenseitig machten sie sich ihre Besucher_innen streitig. Der Junge Journalist und Autor Mohnhaupt beschreibt die bizarren Formen dieser Konkurrenz: Während der eine neue Elefanten besorgte, bekam der andere Brillenbären oder Pandas. Lars Brandt schrieb: “Mohnhaupt schildert, wie sich die große Geschichte in der kleinen Wirklichkeit der deutschen Zoos spiegelte.“

Jan Mohnhaupt, geb. 1983, ist freier Autor für u.a. Spiegel Online, Zeit Online und die FAZ. Er hat jahrelang über den Berliner Zoo und Tierpark berichtet.

 

 

     © Mascha Lohe
Jens Rosteck liest aus Joan BaezPorträt einer Unbeugsamen – (Osburg-Verlag)

Datum:   Sonntag, 21.1.2018   Zeit:       17.00 Uhr       Eintritt: € 7,- / 4,-  Ort:        Literaturhaus

„Eigentlich bin ich keine Sängerin“, hat Joan Baez anfangs gesagt, „sondern eine Politikerin. Seit ich zehn war, bechäftigte mich nur der eine Wunsch, dass die Leute aufhören, sich gegenseitig das Gehirn aus dem Schädel zu blasen.“ Der Musikwissenschaftler Jens Rosteck hat jetzt eine Biografie über die musikalische Galionsfigur der US-amerikanischen  Bürgerrechtsbewegung, die Ikone des Protestsongs, geschrieben, die  konsequente Pazifistin Baez, weltweit engagiert und aktiv gegen den Krieg – damals in Vietnam und später im Irak. Sie kämpfte an der Seite von Martin Luther King gegen die Rassentrennung, sie war Bob-Dylans-Weggefährtin und ist Amnesty-International-Preisträgerin

Jens Rosteck, geb. 1962 in Hameln, studierte Musik- und Literaturwissenschaft in Berlin. Nach seiner Promotion dozierte er in Paris, Osnabrück und Aachen. Heute lebt er als freier Schriftsteller und Musikforscher bei Offenburg. Als Buchautor hat er sich vor allem als Kulturgeschichtler und Verfasser von Doppelbiografien zur internationalen Musik- und Literaturgeschichte einen Namen gemacht. Bekannt wurde er vor allem durch seine Biografien über Hans Werner Henze-Biografie, Édith Piaf und Jacques Brel.