Veranstaltungen im Dezember 2022

Hier finden Sie ein Verzeichnis unserer bisherigen Online - Lesungen auf Youtube:

https://lit-hamburg.de/?q=online

Die Veranstaltung "Prof. Dr. Christina Thürmer-Rohr spricht über „Fremdheiten und Freundschaften" ist jetzt online:
https://youtu.be/DYek5lDEi1I

Die Veranstaltung Ariadne von Schirach liest aus "Glücksversuche" ist jetzt online
https://youtu.be/fw3DkUqS-BE

Katja Kullmann liest und spricht über ihr neues Buch "Die singuläre Frau" (Hanser Berlin)

https://youtu.be/QVnEYEqKbjg

 

 

      

Gustav Peter Wöhler: © Schneider agentur für film tv theater, Fotografin Jeanne Degraa
Christoph Klimke: © Landsberg

Gustav Peter Wöhler und Christoph Klimke lesen aus  Dem Skandal ins Auge sehen (ELFENBEIN)

Datum:  Dienstag, 13.12.2022 
Zeit:       19.30 Uhr  Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus

Pier Paolo Pasolini gilt bis heute als herausragender Filmregisseur. Mit Accattone, Mamma Roma, Medea oder
Salò oder die 120 Tage von Sodom hat er Filmgeschichte geschrieben. Sein Blick galt den Opfern einer Gesellschaft zwischen Kommerz, Kirche und Politik. Zeitlebens war Pasolini ein Nonkonformist. In seinem Essay folgt Christoph Klimke dem Abtrünnigen quer durch Pasolinis  Leben und Werk. "in jedem Fall lohnt es sich, mit Pasolini dem Skandal ins Auge zu blicken." (Literaturkritik.de)

„ … es ist nicht das erste Buch, das der 1959 geborene Autor dem italienischen Schriftsteller und Regisseur gewidmet hat. Bereits 1988 erschien „Kraft der Vergangenheit. Zu Motiven der Filme von Pier Paolo Pasolini, 1995 folgte Wir sind alle in Gefahr. Pasolini. Ein Prozess, wofür Klimke mit dem Ernst-Barlach-Preis für Literatur ausgezeichnet wurde.

Christoph Klimke studierte Germanistik und Italianistik in Bonn und Florenz. Seit 1984 lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Er ist Verfasser von Erzählungen, Essays, Gedichten, Theaterstücken und Libretti. 2017 wurde sein Musical America first im Deutschen Theater Göttingen aufgeführt. Für seine literarischen Arbeiten erhielt er u.a. Arbeitsstipendien, Förderpreise und ein Alfred-Döblin-Stipendium.

Gustav Peter Wöhler ist Schauspieler und in vielen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen. Seine zweite Leidenschaft ist die Musik. Mit seiner Gustav Peter Wöhler-Band interpretiert er Klassiker aus Jazz, Pop, Rock und Reggae neu und feierte damit große Erfolge. Zuletzt war seine Band beim 3-SAT-Festival 2022 im TV zu sehen.

 

 

Veranstaltungen im Januar 2023

 

 

Teil II: Lerchenfeld goes Schwanenwik - Arbeiten der Klasse Melián
Vorgestellt von Professorin Michaela Melián

Datum:   Dienstag, 10.1.2023 
Zeit:        19.30 Uhr     Eintritt:  € 7,-/5,-
Ort:         Literaturhaus  

Viele Studierende der HFBK setzen sich eingehend mit Sprache und Texten auseinander.
Gerade im Bereich der Time-based Media mit Formaten wie Audio, Video und Performance steht die Produktion von Texten im Zentrum bei der Entwicklung der künstlerischen Arbeiten.

Michaela Melían, geb. 1956 in München, ist Künstlerin und Musikerin. Sie ist Mitbegründerin der Band F.S.K. und seit 2010 Professorin für zeitbezogene Medien an der Hochschule für Bildende Künste (HFBK) Charakteristisch für ihre Arbeiten ist die Verbindung von Kunstobjekten mit Klang.
Diverse Ausstellungen, Hörspiele und Publikationen. Sie wurde u.a. mit dem Edwin-Scharff-Preis ausgezeichnet und dem Rolandpreis für Kunst im öffentlichen Raum.

 

Überfall der Wörter aus den Schreibwerkstätten

Datum:      Sonntag, 15.1.2023 
Zeit:           17.00 Uhr      Eintritt: € 5,- (Kinder und Jugendliche frei)
Ort:            Literaturhaus

Seit Jahren begeistern sich Kinder und Jugendliche für LIT. Junge  Köpfe. Für dieses Projekt und ihre künstlerischen Arbeiten wurde Jutta Heinrich 2017 vom Senat der Hansestadt Hamburg mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet.
in ihrer Anwesenheit lasen immer im November mehrere Kinder und Jugendliche verschiedener Schulen ausgewählten Texte, die in Schreib- und Fantasiewerkstätten von Jutta Heinrich entstanden waren. Begonnen hatte alles mit dem Jahr der Künste und der Jungsförderung „Mord an einem Hund“. Die besten Geschichten werden seit 2021 von Alexander Häusser vorgestellt. Diesmal wieder dabei:  Kinder und Jugendliche des Friedrich-Ebert-Gymnasiums.

 
 

   

Hamburger Lesefrühstück
Marlen Hobrack liest aus Klassenbeste (Hanser Berlin)

Mutterschaft betrachtet Marlen Hobrack aus der Klassenperspektive. Als alleinerziehende Ostdeutsche hat sie diese schon oft zu spüren bekommen. „Klassenbeste“ ist ein sehr persönliches Sachbuch, das auf eine außergewöhnliche Weise beschreibt, wie es sich anfühlt, aus einem  ‚bildungsfernen Haushalt‘ zu kommen. Mit welchem Respekt sie die Lebensleistung ihrer Mutter beschreibt, ist einzigartig. Auf wunderbare Weise vermittelt sie uns, was Würde und Würdigung bedeuten und wie gut es ist, die eigene Herkunft nicht zu verleugnen.  

Marlen Hobrack wurde 1986 in Bautzen geboren. Sie studierte Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften und arbeitete für eine Unternehmensberatung. Seit 2016 schreibt sie hauptberuflich für diverse Zeitungen und Magazine, u.a. taz, Die Zeit, Welt und Monopol. Beim Freitag erscheint ihre Kolumne muttipolitics, in der sie Mutterschaft aus der Klassenperspektive betrachtet.
 
Datum:   Samstag, 14.1.2023
Zeit:        12.00 Uhr (Buffet ab 11.00 Uhr)    Eintritt: € 22,- (Lesung und Buffet)
Ort:         Hotel Wedina, Gurlittstr. 23
Anmeldung  unbedingt erforderlich! Mailto: lit@lit-hamburg.de oder Fon 040.207 69 037

 

 

 

Für alle Veranstaltungen gilt: Wir bitten um Anmeldung mit Angabe von Vor- und Zunamen per Email an: lit@lit-hamburg.de oder telefonisch unter Fon 040.227 92 03 

www.lit-hamburg.de
Kartentelefon  040-227 92 03  Mailto: lit@lit-hamburg.de

 

 

 

 

Bereits im September gelaufen:

 

Lesung und Gespräch
Alexander Häusser liest aus Memory (Pendragon)
und spricht mit Günther Butkus über die Neuauflage seines Debüts

Datum:  Samstag, 10.9.2022 
Zeit:       12.00 Uhr   Eintritt: € 22,00 für Eintritt zur Lesung und Büffet ab 11.00 Uhr
Ort:         HOTEL WEDINA, Gurlittstr. 23, St. Georg 
Anmeldung erforderlich!

Es sind fast dreißig Jahre her, dass Häusser seinen ersten Roman veröffentlichte, mit dem sein schriftstellerischer Weg begann. Nun ist die Geschichte um einen jungen Mann, der seine Kindheit durchforscht, um einer rätselhaften Krankheit auf die Spur zu kommen, als bearbeitete Neuauflage bei Pendragon erschienen. Mit seinem Verleger wird Häusser von der Bedeutung eines Debüts und des Schreibens als Profession erzählen. „ … Häusser öffnet die großen und kleinen Wunden einer Kindheit und Jugend in lakonischer Sprache, ohne Pathos, mit der Selbstkontrolle desjenigen, der seine Trauer darüber abgeschlossen hat.“ (Schweizer Monatshefte).

Alexander Häusser, geb. 1960 in Reutlingen. Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte – begleitend Rhetorik bei Walter Jens. Er arbeitet auch als Drehbuchautor und veröffentlichte Erzählungen und Romane, u.a. 2007 Karnstedt verschwindet, den Spiegel-Online als einen der ergreifendsten Romane der letzten Jahre bezeichnete. Seine Erzählung  Zeppelin wurde verfilmt und lief bundesweit in den Kinos. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Preise. 2019 erschien sein Roman Noch alle Zeit bei Pendragon.

 

    ©Denegri, Hamburg-alle Rechte vorbehalten

Dr. Bojana Denegri im Gespräch mit ihrer Lektorin und Verlegerin Dr. Sabine Groenewold
über ihre Bücher Licht des Südens und Bildersuche, Auf den Spuren meines Vaters Rudolf Bunk
In Anwesenheit der Tochter Marianne Denegri 

Datum: Sonntag, 11.9.2022
Zeit:      17.00 Uhr       Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:       Literaturhaus 

Bojana Denegri ist die Tochter des deutschen Malers Rudolf Bunk. In ihren Büchern schildert sie ausführlich den Weg ihrer Eltern, die 1938 aus Deutschland nach Jugoslawien emigrierten. Ihr Vater verdiente sein Leben hauptsächlich als Porträtist, hat aber auch viele andere Bilder gemalt. Eine Zeitlang lebte die Familie in Split, wo Bunk am Theater Bühnenbildner wurde. Noch heute gibt es dort einen Theaterpreis, der nach ihm benannt ist. 1958 musste die Familie Jugoslawien verlassen. Sie ließen sich in Hamburg nieder, wo Rudolf Bunk 1974 starb. Denegris Bücher handeln von Fluchterfahrungen, dem Überlebenskampf eines Künstlers, der großen Bedeutung von Freundschaften und Familienleben.

Mit Unterstützung der Buchhandlung Samtleben

Dr. Bojana Denegri, geb. 1942 in Trogir, Jugoslawien (Kroatien) als Tochter des Malers Rudolf G. Bunk. Ihre Eltern mussten aufgrund der Bilder des Vaters Deutschland verlassen und emigrierten über Umwege 1937 nach Jugoslawien. 1944-46 flüchtete die Familie, bedingt durch den Einmarsch Deutschlands, zusammen mit Partisanen Titos nach Ägypten in das Flüchtlingslager, “El Shatt”. 1946-57 Rückkehr nach Split. Dort spielte ihr Vater in der Kunst und Theaterszene eine wichtige Rolle. 1958 ziehen sie nach Hamburg - zunächst in das Haus der Rothenbaumchausse 26. Studium ab 1971, Leben und Arbeiten in Paris und Hamburg. 1983 Promotion in Slawistik an der Sorbonne mit Schwerpunkt Russische Literatur. Dolmetschertätigkeit und Begleiterin für das Bundespresseamt in den Sprachen Russisch, Serbokroatisch, Französisch, Italienisch, Englisch und Deutsch.  Ab ca. 1994 Beginn der intensiven Spurensuche und Verwaltung des väterlichen Nachlasses sowie Organisation und Betreuung zahlreicher Ausstellungen und Retrospektiven seines Werkes.

 

 

  © picture alliance / Horst Galuschka/dpa | Horst Galuschka                                                                                                                                  
Feridun Zaimoglu liest aus Bewältigung (Kiepenheuer & Witsch)

Datum: Donnerstag, 15.9.2022
Zeit:      19.30 Uhr       Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:       Literaturhaus

Schreiben bedeutet Anverwandlung, eine Nähe zum Material ist unbedingt notwendig. Was aber, wenn sich das Material nicht bewältigen lässt und ein zerstörerisches Eigenleben führt? Gibt es Stoffe und Themen, die sich der literarischen Bewältigung entziehen?
Wann beginnt Kunst toxisch zu werden für ihren „Schöpfer“ ?  Zaimoglu hat einen virtuosen Künstlerroman geschrieben über jemanden, der sich vornimmt, Adolf Hitler zum Protagonisten seines neuen Buches zu machen. Der Versuch, seine Figur literarisch zu entfesseln und zugleich zu bannen, stellt ihn vor unlösbare Probleme. Schritt für Schritt verliert er die Kontrolle über sein Projekt und mehr und mehr auch sich selbst.
Kooperation mit der Interkulturellen Denkfabrik Hamburg

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit mehr als 30 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist arbeitet. Er war Kolumnist für das Zeit-Magazin und schreibt für die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die Zeit und Die FAZ. Im Jahr 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2007 den Carl-Amery-Literaturpreis.