Veranstaltungen im September 2022

Hier finden Sie ein Verzeichnis unserer bisherigen Online - Lesungen auf Youtube:

https://lit-hamburg.de/?q=online

Die Veranstaltung "Prof. Dr. Christina Thürmer-Rohr spricht über „Fremdheiten und Freundschaften" ist jetzt online:
https://youtu.be/DYek5lDEi1I

Die Veranstaltung Ariadne von Schirach liest aus "Glücksversuche" ist jetzt online
https://youtu.be/fw3DkUqS-BE

 

 

  © Milena Schlösser

Roswitha Quadflieg liest aus Ihr wart doch meine Feinde (Faber & Faber)

Datum:  Sonntag, 25.9.2022
Zeit:       17:00 Uhr     Eintritt: € 7,-/5-
Ort:        Literaturhaus

Roswitha Quadflieg  hat jetzt einen Roman mit realem Hintergrund in bester dürrenmattscher Diktion veröffentlicht: Eine Anhörung unterschiedlichster Meinungen und Stellungnahmen:  Ein Kammerspiel, ein ultimativer Kommentar zu einer längst vergangenen Zeit, der von Denunziationen und Diensten für die Staatssicherheit der DDR. Ihr Roman spielt fiktiv mit allen Möglichkeiten der Einvernehmlichkeit mit Macht und Einfluss und ist dennoch tragisch, was seine Protagonisten betrifft. Am Ende passiert sogar ein Mord.

Roswitha Quadflieg, in Zürich geboren, in Hamburg aufgewachsen, dort Kunststudium, Abschluss als Dipl. Designerin.
1973 Gründung der Raamin-Presse, eigene Verlagswerkstatt, in der sie bis 2003 Texte der Weltliteratur mit eigenen Bildern druckte. Ankäufe weltweit, Ausstellungen, Preise, Auszeichnungen.
Seit 1985 schreibt sie Romane, Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher. Seit 2012 lebt sie in Berlin. Zuletzt erschienen: Neun Monate. Über das Sterben meiner Mutter (2014), Das kurze Leben des Giuseppe M. (2016), Ein Buch voller Frei (2018), gemeinsam mit Burkhart Veigel

 

 

 

    © Chr istian Werner

Katja Kullmann liest und spricht über ihr neues Buch Die singuläre Frau (Hanser Berlin)

Datum:  Donnerstag, 29.9.2022
Zeit:       19:30 Uhr     Eintritt: € 7,-/5-
Ort:        Literaturhaus

In ihrem neuen Buch räumt sie mit allerhand Klischees auf, dem der angeblich einsamen Akademikerin der Gegenwart. Eine Frau Anfang 50, alleinlebend, keine Kinder, nicht in einer festen, dauerhaften Beziehung, eine, die sich für dieses Lebensmodell entschieden hat, wird oft argwöhnisch beäugt, oft als gescheitert wahrgenommen. Frauen sind Chefinnen, Vorstandsvorsitzende, Universitätsprofessorinnen oder Astronautinnen, doch mit einer Rolle hat die Dominanzgesellschaft ein Problem: mit dem Status der dauerhaft Alleinlebenden, der Unverpartnerten. Mit Die singuläre Frau  will sie der Stigmatisierung etwas entgegensetzen. Sie plädiert überzeugend für ein Leben allein, benutzt bewusst den Begriff des Einzigartigen und betont, dass es sich um ein gleichberechtigtes Lebensmodell handelt. Ihr Buch ist sowohl eine Selbsterkundung als auch eine Zeitreise, sie erzählt von selbstbewussten Frauenrechtlerinnen vergangener Jahrhunderte, von modernen, neuen Frauen und alleinstehenden Büroangestellten der Weimarer Republik.
Moderation: Carola Ebeling

Katja Kullmann, 1970 geboren, lebt als Essayistin, Erzählerin und Journalistin in Berlin. Am liebsten schreibt sie über soziales Statusgerangel, Geschlechterfragen, die Arbeitswelt, und die Populärkultur. Für ihren Bestseller Generation Ally. Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein erhielt sie den Deutschen Bücherpreis der Leipziger Buchmesse.
Die singuläre Frau ist ihr fünftes Buch.

 

 

Bereits im September gelaufen:

Lesung und Gespräch
Alexander Häusser liest aus Memory (Pendragon)
und spricht mit Günther Butkus über die Neuauflage seines Debüts

Datum:  Samstag, 10.9.2022 
Zeit:       12.00 Uhr   Eintritt: € 22,00 für Eintritt zur Lesung und Büffet ab 11.00 Uhr
Ort:         HOTEL WEDINA, Gurlittstr. 23, St. Georg 
Anmeldung erforderlich!

Es sind fast dreißig Jahre her, dass Häusser seinen ersten Roman veröffentlichte, mit dem sein schriftstellerischer Weg begann. Nun ist die Geschichte um einen jungen Mann, der seine Kindheit durchforscht, um einer rätselhaften Krankheit auf die Spur zu kommen, als bearbeitete Neuauflage bei Pendragon erschienen. Mit seinem Verleger wird Häusser von der Bedeutung eines Debüts und des Schreibens als Profession erzählen. „ … Häusser öffnet die großen und kleinen Wunden einer Kindheit und Jugend in lakonischer Sprache, ohne Pathos, mit der Selbstkontrolle desjenigen, der seine Trauer darüber abgeschlossen hat.“ (Schweizer Monatshefte).

Alexander Häusser, geb. 1960 in Reutlingen. Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte – begleitend Rhetorik bei Walter Jens. Er arbeitet auch als Drehbuchautor und veröffentlichte Erzählungen und Romane, u.a. 2007 Karnstedt verschwindet, den Spiegel-Online als einen der ergreifendsten Romane der letzten Jahre bezeichnete. Seine Erzählung  Zeppelin wurde verfilmt und lief bundesweit in den Kinos. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Preise. 2019 erschien sein Roman Noch alle Zeit bei Pendragon.

 

    ©Denegri, Hamburg-alle Rechte vorbehalten

Dr. Bojana Denegri im Gespräch mit ihrer Lektorin und Verlegerin Dr. Sabine Groenewold
über ihre Bücher Licht des Südens und Bildersuche, Auf den Spuren meines Vaters Rudolf Bunk
In Anwesenheit der Tochter Marianne Denegri 

Datum: Sonntag, 11.9.2022
Zeit:      17.00 Uhr       Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:       Literaturhaus 

Bojana Denegri ist die Tochter des deutschen Malers Rudolf Bunk. In ihren Büchern schildert sie ausführlich den Weg ihrer Eltern, die 1938 aus Deutschland nach Jugoslawien emigrierten. Ihr Vater verdiente sein Leben hauptsächlich als Porträtist, hat aber auch viele andere Bilder gemalt. Eine Zeitlang lebte die Familie in Split, wo Bunk am Theater Bühnenbildner wurde. Noch heute gibt es dort einen Theaterpreis, der nach ihm benannt ist. 1958 musste die Familie Jugoslawien verlassen. Sie ließen sich in Hamburg nieder, wo Rudolf Bunk 1974 starb. Denegris Bücher handeln von Fluchterfahrungen, dem Überlebenskampf eines Künstlers, der großen Bedeutung von Freundschaften und Familienleben.

Mit Unterstützung der Buchhandlung Samtleben

Dr. Bojana Denegri, geb. 1942 in Trogir, Jugoslawien (Kroatien) als Tochter des Malers Rudolf G. Bunk. Ihre Eltern mussten aufgrund der Bilder des Vaters Deutschland verlassen und emigrierten über Umwege 1937 nach Jugoslawien. 1944-46 flüchtete die Familie, bedingt durch den Einmarsch Deutschlands, zusammen mit Partisanen Titos nach Ägypten in das Flüchtlingslager, “El Shatt”. 1946-57 Rückkehr nach Split. Dort spielte ihr Vater in der Kunst und Theaterszene eine wichtige Rolle. 1958 ziehen sie nach Hamburg - zunächst in das Haus der Rothenbaumchausse 26. Studium ab 1971, Leben und Arbeiten in Paris und Hamburg. 1983 Promotion in Slawistik an der Sorbonne mit Schwerpunkt Russische Literatur. Dolmetschertätigkeit und Begleiterin für das Bundespresseamt in den Sprachen Russisch, Serbokroatisch, Französisch, Italienisch, Englisch und Deutsch.  Ab ca. 1994 Beginn der intensiven Spurensuche und Verwaltung des väterlichen Nachlasses sowie Organisation und Betreuung zahlreicher Ausstellungen und Retrospektiven seines Werkes.

 

 

  © picture alliance / Horst Galuschka/dpa | Horst Galuschka                                                                                                                                  
Feridun Zaimoglu liest aus Bewältigung (Kiepenheuer & Witsch)

Datum: Donnerstag, 15.9.2022
Zeit:      19.30 Uhr       Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:       Literaturhaus

Schreiben bedeutet Anverwandlung, eine Nähe zum Material ist unbedingt notwendig. Was aber, wenn sich das Material nicht bewältigen lässt und ein zerstörerisches Eigenleben führt? Gibt es Stoffe und Themen, die sich der literarischen Bewältigung entziehen?
Wann beginnt Kunst toxisch zu werden für ihren „Schöpfer“ ?  Zaimoglu hat einen virtuosen Künstlerroman geschrieben über jemanden, der sich vornimmt, Adolf Hitler zum Protagonisten seines neuen Buches zu machen. Der Versuch, seine Figur literarisch zu entfesseln und zugleich zu bannen, stellt ihn vor unlösbare Probleme. Schritt für Schritt verliert er die Kontrolle über sein Projekt und mehr und mehr auch sich selbst.
Kooperation mit der Interkulturellen Denkfabrik Hamburg

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit mehr als 30 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist arbeitet. Er war Kolumnist für das Zeit-Magazin und schreibt für die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die Zeit und Die FAZ. Im Jahr 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2007 den Carl-Amery-Literaturpreis.
 

 

Lesungen im Oktober

 

 

Dr. Regula Venske spricht über das Engagement des PEN für die Freilassung von Ahmet Altan
Patricia Paweletz und Alexander Häusser lesen aus Hayat heißt Leben  (S. Fischer Verlage)
übersetzt von Ute Birgi-Knellessen
Ausgezeichnet mit dem PRIX FEMINA ETRANGER 2021

Datum: Donnerstag, 6.10.2022 
Zeit:      19.30 Uhr     Eintritt:  € 7,-/5,-
Ort:       Literaturhaus  

Fünf Jahre war Ahmet Altan - das Gesicht der türkischen Opposition - eingekerkert. Seine Sehnsucht nach Leben wurde zu seinem Rettungsanker. Jede Zeile, die er im Gefängnis schrieb, zeugt davon - in seinen Essays Ich werde die Welt nie wiedersehen ebenso wie in seinem neuen Roman. Hayat ist lebensklug, ihre Erfahrungen haben sie eigenwillig und stark gemacht. Hin und wieder tritt sie im TV als Tänzerin auf. Ihr begegnet ein junger Literaturstudent, der als Claqueur arbeitet, und eine kluge Studentin will mit ihm zusammen das Glück suchen. Altan schildert ein genaues Bild seines Landes, das der jüngeren Generation ihre Zukunft stiehlt und die ältere fallen lässt.

Ahmet Altan, geb. 1950, ist einer der einflussreichsten Schriftsteller der Türkei und einer der bekanntesten Journalisten des Landes. Seine kritische Berichterstattung brachte ihn immer wieder in Konflikt mit der Regierung. 2016 inhaftiert, schrieb er im Gefängnis seinen Bestseller Ich werde die Welt nie wiedersehen. Am 16.2. 2018 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt, aber im April 2021 aufgrund internationalen Drucks freigelassen. 2019 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis.  Ute Birgi-Knellessen, geb. 1938, verbrachte viele Jahre in Istanbul. Nach ihrer Übersiedelung in die Schweiz 1980 studierte sie in Bern und arbeitet seither als literarische Übersetzerin. Neben Ahmet Altan übertrug sie u.a. Nedim Gürsel, Celin Oker und Halide Edip Adivar.
 

 

 

    Carolin Würfel: © Lea Hopp
Buchvorstellung und Lesung aus Drei Frauen träumten vom Sozialismus (Hanser Berlin)

Datum:  Samstag, 15.10.2022 
Zeit:       12.00 Uhr (Buffet ab 11.00 Uhr)  Eintritt:   € 22,00 inkl. Frühstück und Eintritt zur Lesung.
Anmeldung unter Fon 040.207 69 037 oder Mailto: lit@lit-hamburg.de
Ort:  Hotel Wedina, Gurlittstr. 23, 20099 Hamburg (St. Georg)

Christa Wolf, Brigitte Reimann und Maxie Wander : Carolin Würfel porträtiert drei Ikonen der DDR-Literatur und wirft einen modernen Blick auf das große Versprechen des Sozialismus. Trotz ihrer Unterschiede einte die Drei eines: die Begeisterung für die Utopie des Sozialismus, die Bereitschaft, den Traum vom neuen Menschen in ihrem Alltag, ihrer Arbeit und in ihren Beziehungen umzusetzen. „ Was für eine grandiose Idee , sich diese leidenschaftlichen DDR-Schriftstellerinnen vorzunehmen und diesen Frauenkosmos noch einmal aufleben zu lassen.“ (Iris Radisch)

Carolin Würfel, geb. 1986 in Leipzig, studierte Geschichte und Publizistik in Berlin und Istanbul. Sie arbeitet als freie Autorin und Journalistin, insbesondere für die Wochenzeitung Die Zeit.
 

 

 

 
Eine literarisch-musikalische Lesung mit Texten von William Butler Yeats
Stefanie Oeding, Pay Bandik Nonn, Melf Torge Nonn

Datum:  Sonntag, 16. Oktober 2022
Zeit:       17.00 Uhr    Eintritt:  € 15,- /erm. 11,- inkl. eines kleinen Snacks
Ort:        Schloss Agathenburg bei Stade, Hauptstr., Pferdestall
Tickets online oder Fon 04141.640 11

Stefanie Oeding und die Musiker des Duos Pabameto präsentieren Texte, Gedichte und Lieder von William Butler Yeats im Stil des Irish Folk und der Weltmusik und verbinden sie abwechslungsreich mit dem vielseitigen Lebenslauf des Dichters.  William Butler Yeats wurde 1923 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Die Lesung basiert auf dem von Norbert Hummelt herausgegebenen Band William Butler Yeats. Die Gedichte, neu übersetzt von Marcel Beyer, Mirko Bonné, Gerhard Falkner, Norbert Hummelt und Christa Schuenke.

Für alle Veranstaltungen gilt: Wir bitten um Anmeldung mit Angabe von Vor- und Zunamen per Email an: lit@lit-hamburg.de oder telefonisch unter Fon 040.227 92 03 

 

www.lit-hamburg.de
Kartentelefon  040-227 92 03  Mailto: lit@lit-hamburg.de