LITERATURZENTRUM IM APRIL 2017

      © Bogenberger

 

Hamburger Lesefrühstück
Mirko Bonné liest aus  Mein Fehmarn  (Mare Verlag)

 

Datum:  Samstag, 29.4.2017  
Zeit:      12.00 Uhr        Ort: Hotel Wedina, Gurlittstraße 23, Hamburg-St. Georg  
Buffet:  ab 11.00 Uhr à € 20,-- inkl. Lesung. Anmeldung erforderlich!

Die Sonneninsel Fehmarn spielte in Mirko Bonnés Kindheit  eine große Rolle: „Fehmarn ist die Insel der leuchtend hellen Seiten meiner Kindheit und Jugend, der Ort, wo die Liebe zum Leben in mir erwacht ist.“  Bonnés Reflexionen über die Ostseeinsel Fehmarn sind melancholisch, eindringllich und klug. Gern liest man seine Erinnerungen und Betrachtungen von Freundschaft und Liebe, der er mit Inselgeschichten und Geschichte verbindet (mit Hexenverfolgungen, der Heydrich-Witwe,  Campingurlauben des NSU bis zu Jimi Hendrix legendärem letzten Konzert).

Mirko Bonné, geb. 1965 in Tegernsee, hat zahlreiche Gedichtbände und Romane veröffentlicht. Daneben ist er als Übersetzer tätig (u.a. von Dickinson, Keats, Stevenson und Yeats ins Deutsche). Für seine Literatur und Übersetzungen wurde er vielfach ausgezeichnet.  Sein Roman Nie mehr Nacht stand 2013 auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis.

Kartentelefon: Fon 040.227 92 03 oder 040.207 69 037oder mailto: lit@lit-hamburg.de

 

 

Veranstaltungen im Mai
 

 

    © Michael Barker

Jack Urwin liest und spricht über Boys don’t cry (Edition Nautilus)
Aus dem Englischen von Elvira Willems

Datum:  Mittwoch, 10.5.2017    
Zeit:      19.30 Uhr  Eintritt: € 5,-/3,-  
Ort:       W3, Nernstweg 34, Altona  

Riesengroß ist das Medienecho auf Jack Urwins Buch über Identität, Gefühl und Männlichkeit. Plötzlich schreibt ein 24-Jähriger Brite über Ideale von Größe, Kraft und Unbesiegbarkeit, von denen wir glaubten, es gäbe sie nicht mehr. Urwin ist überzeugt: Von Kindesbeinen an würde auch heute noch Männern beigebracht, keinen Wert auf soziale und emotionale Kompetenzen zu legen. Starre Männlichkeitsbilder beherrschten noch immer die Identifikationsangebote, denn Männer sollen wild und stark sein und immer auf der Gewinnerspur, ob sie wollten oder nicht. Ohne Stereotypen, schreibt Urwin. ginge es uns doch viel besser, warum halten wir trotzdem an ihnen fest?  
Er thematisiert vor allem die destruktive Natur verdrängter Gefühle und männliche Körperbilder sowie den Mythos der Maskulinität und seine toxischen Folgen. „Hier ist es endlich, das brillante, persönliche … Buch des Jahrtausends über Männlichkeit und Politik.“ (Laurie Penny).

Georg Felix Harsch dolmetscht
Moderation: Oskar Piegsa, Journalist, ZEIT CAMPUS  

Jack Urwin, geb. 1992 in Loughborough (UK), studierte Journalismus in London. Er arbeitete als Promoter für verschiedene große und Indie-Musik-Labels. Schreibt für diverse Zeitschriften, u.a. McSweeney’s und VICE über Politik, psychische Gesundheit und Genderthemen. Zurzeit lebt er in Toronto.

Kooperation mit umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V..
Gefördert von der Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg.
Unterstützt von der W3 und der Edition Nautilus

 

 

    © Julian Vanderbeke

Lesung und Gespräch mit Birgit Vanderbeke über ihren Roman
Ich freue mich, dass ich geboren bin (Piper) - SWR-Bestenliste 2016 -

Datum:  Dienstag, 16.5.2017    
Zeit:      20.00 Uhr  Eintritt: € 7,-/4,-  
Ort:       Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Str. 79, Ottensen

1961 ging Birgit Vanderbekes Familie in den Westen. Beschrieben hat sie die abenteuerliche Geschichte ihrer Familie bisher nie. Ihr Roman handelt von der Sehnsucht nach Liebe und der Einsamkeit und erzählt von der radikalen Hilflosigkeit eines Kindes. „…indem er eine prächtige, schön getünchte Fassade zeigt und sie  im gleichen Atemzug zum Einsturz bringt.“ (WDR5).
„…eine heftige Lektüre, dennoch ein hoffnungsvoller Roman.“ (MDR Kultur)

Birgit Vanderbeke, geb. 1956 im brandenburgischen Dahme, lebt im Süden Frankreichs. Ihr umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet (u.a. dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Kranichsteiner Literaturpreis). 2007 erhielt sie die Brüder-Grimm-Professur für Literatur und Sprachwissenschaft an der Universität Kassel.

 

 

 

     © Hagen Schnauss

Hamburger Lesefrühstück
Klaus Böldl liest aus  Der Atem der Vögel (S. Fischer)

Datum:  Samstag, 20.5.2017   
Zeit:       12.00 Uhr        
Ort: Hotel Wedina, St. Georg
Buffet:  ab 11.00 Uhr à € 20,-- inkl. Lesung
Wer nur zur Lesung möchte, zahlt Euro 5,--
Reservierung erforderlich: Fon 040.227 92 03
oder Mailto: lit@lit-hamburg.de

Klaus Böldl lehrt in Kiel mittelalterliche skandinavische Literatur. Immer wieder auch hat er uns die facettenreiche Welt der Götter und Mythen des Nordens erschlossen. In seinen Büchern spielen ferne Inseln und einzelgängerische Männer eine große Rolle. Für seine feinsinnige Prosa wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. In seinem neuen Roman geht es um Philipp, einen Deutschen Mitte dreißig, der auf den Färöer Inseln nördlich von Schottland lebt. Von seiner Lebensgefährtin zunehmend entfremdet, verbringt er seine einsamen Tage mit langen Spaziergängen durch die raue Natur. Wird er in seinem Weggehen zu sich kommen?

Moderation: Alexander Häusser

Klaus Böldl, geb. 1964 in Passau, debütierte 1997 mit dem Roman Studie in Kristallbildung. Seither erschienen die Erzählung Südlich von Abisko, das poetische Reisebuch Die fernen Inseln, sein Buch über Passau Drei Flüsse und der Roman Der nächtliche Lehrer, aus dem er auch bei uns gelesen hat. Er wurde mit dem Tukan-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis, dem Hermann-Hesse-Literaturpreis und dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet.
 

 

     © Mathias Prinz

Herausragende Debüts
Juliana Kálnay liest aus Chronik des allmählichen Verschwindens (Wagenbach)
- SWR-Bestenliste 02/ 2017

Datum:  Mittwoch, 24.5.2017        
Zeit:      19.30 Uhr     Eintritt:  €  7,-/4,-
Ort:        Literaturhaus, Schwanenwik 38 

Sie ist ein „ein ganz großes Talent“, hieß es bei Radio Bremen über die junge Autorin Juliana Kálnay und ihren ersten Roman. Darin erzählt sie vom Leben in einem geheimnisvollen Mietshaus, in dem sich gesellschaftliche Regeln zeigen und zugleich unterlaufen werden.  Die FAZ schrieb, Kálnay würde ihre kuriosen Figuren fantasievoll, achtsam, geradezu ‚romantisch dicht’ schildern. Für hastige Dialoge treffen sich die Bewohner_innen im Treppenhaus, ihre Biografien aber verschwimmen schnell. Die Mieter werden zu Schattenwesen. Die Ich-Erzählerin aber kann durch die Wände sehen. Rainer Moritz musste beim Lesen unweigerlich an die Meister des magischen Realismus denken.

Moderation: Carola  Ebeling

Juliana Kálnay, geboren 1988 in Hamburg, wuchs zunächst in Köln und dann in Málaga auf. Sie veröffentlichte in deutsch- und spanischsprachigen Anthologien und Zeitschriften und erhielt das Arbeitsstipendium Literatur der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein 2016. Sie lebt und schreibt in Kiel.

 

Die 11. Debütantenbörse geht an den Start: Bis Ende August 2017 können ab sofort bis zu 7 Seiten Prosa oder Lyrik unter Angabe von Mailadressen, Telefon-Nrn., und/oder mobil-Nrn. an den Vorstand des Literaturzentrums (c/o Literaturhaus Hamburg), Schwanenwik 38, 22087 Hamburg, eingereicht werden. Eine Fachjury wird nach Abgabefrist entscheiden, wer später zu einer Bestenlesung eingeladen wird.

Nicht wenige Teilnehmer_innen der bisherigen Debütantenbörsen haben inzwischen ihren Weg gemacht: Erste Buchveröffentlichungen, Lesungen, Literaturstipendien, Förderpreise der Hansestadt Hamburg,  mediale Aufmerksamkeit.