Unser Programm im Januar

     © Mascha Lohe
Jens Rosteck liest aus Joan BaezPorträt einer Unbeugsamen – (Osburg-Verlag)

Datum:   Sonntag, 21.1.2018   Zeit:       17.00 Uhr       Eintritt: € 7,- / 4,-  Ort:        Literaturhaus

„Eigentlich bin ich keine Sängerin“, hat Joan Baez anfangs gesagt, „sondern eine Politikerin. Seit ich zehn war, bechäftigte mich nur der eine Wunsch, dass die Leute aufhören, sich gegenseitig das Gehirn aus dem Schädel zu blasen.“ Der Musikwissenschaftler Jens Rosteck hat jetzt eine Biografie über die musikalische Galionsfigur der US-amerikanischen  Bürgerrechtsbewegung, die Ikone des Protestsongs, geschrieben, die  konsequente Pazifistin Baez, weltweit engagiert und aktiv gegen den Krieg – damals in Vietnam und später im Irak. Sie kämpfte an der Seite von Martin Luther King gegen die Rassentrennung, sie war Bob-Dylans-Weggefährtin und ist Amnesty-International-Preisträgerin

Jens Rosteck, geb. 1962 in Hameln, studierte Musik- und Literaturwissenschaft in Berlin. Nach seiner Promotion dozierte er in Paris, Osnabrück und Aachen. Heute lebt er als freier Schriftsteller und Musikforscher bei Offenburg. Als Buchautor hat er sich vor allem als Kulturgeschichtler und Verfasser von Doppelbiografien zur internationalen Musik- und Literaturgeschichte einen Namen gemacht. Bekannt wurde er vor allem durch seine Biografien über Hans Werner Henze-Biografie, Édith Piaf und Jacques Brel.
 

Veranstaltungen des Literaturzentrums im Februar 2018

 

 

  © Dmitrij Leltschuk      © Regine Christiansen
Neue Bücher Hamburger Autor_innen 
Myriam Keil liest aus ihrem Roman Das Kind im Brunnen (Septime Verlag)
Gudrun Hammer liest aus ihren Erzählungen Lieberkühn  (edition wohlwill)

Datum:  Donnerstag, 8. Februar 2018
Zeit:      19.30 Uhr    Eintritt: € 7,-/4,-
Ort:       Literaturhaus

Zerrissene Familienbande, verlorene Freundschaften, die großen Fragen von Liebe, Vertrauen und Verlust sind Thema in Myriam Keils neuem Roman. Doch ihre Protagonistin Iris scheint dagegen gewappnet zu sein. Hammers Erzählungen handeln von beschädigten Lebenswelten und der Suche nach Auswegen. Sie erzählt von Menschen, die auf der Suche nach dem Ersehnten flüchtige Glücksmomente finden.

Myriam Keil, geb. 1978, in Pirmasens, studierte in Münster und lebt heute mit ihrem Mann in Hamburg. Sie veröffentlichte Lyrik und Erzählungen und das Jugendbuch Nach dem Amok (cbt). Sie erhielt zweimal den Hamburger Förderpreis für Literatur und div. andere Auszeichnungen.

Gudrun Hammer, arbeitet als Lektorin, Journalistin und unterrichtet kreatives Schreiben. Sie studierte Psychologie und Literaturwissenschaften. Sie veröffentlichte u.a. den Roman Trost verschwindet (Atrium) und den literarischen Reiseführer St. Pauli – Streifzüge auf dem Kiez bei Nautilus.  
 

 

    © Simon Brückner
Hamburger Lesefrühstück
Barbara Sichtermann liest aus ihrer Romanbiografie Mary Shelley (Herder)

Datum: Samstag, 10. Februar 2018
Zeit:      12.00 Uhr   Ort: Hotel Wedina, Gurlittstr. 23, St. Georg
Buffet:  ab 11.00 Uhr à € 20,-- inkl. Lesung. Anmeldung: T. 040.227 92 03 

Barbara Sichtermanns Romanbiografie über Mary Shelley legt den Blick frei auf die fortschrittliche und  kluge Schöpferin des Jahrhundertromans Frankenstein – eine starke Persönlichkeit, die große Risiken einging für die Liebe und selbstbewusst den Traum vom Schreiben verfolgte.  „In illustrer Runde am Genfer See in Shelleys Villa und unter Einfluss von Opiaten entstand 1816 die Idee, eigene Schauergeschichten zu verfassen.“ (DR). Shelley war da nicht einmal 20 Jahre alt. Wenige wissen, dass sie berühmte Eltern hatte: Die Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft und den Philosophen William Godwin.

Barbara Sichtermann ist preisgekrönte Autorin und Journalistin. 2015 wurde ihr der Theodor- Wolff-Preis verliehen. Seit fast 40 Jahren arbeitet sie als Publizistin, Journalistin und Schriftstellerin. Ihre Themen sind Weiblichkeit, Geschlechterfragen, das Leben mit Kindern, Sexualität, Literatur und Medien. Sie veröffentlichte zahlreiche Sachbücher (u.a. den Bestseller Weiblichkeit – zur Politik des Privaten) und Romane und schreibt u.a. für DIE ZEIT und verschiedene Radiosender. Von 1987 – 2002 hatte sie eine eigene Kolumne in der ZEIT und machte sich damit einen Namen als Medienkritikerin. Sie erhielt u.a. die Hedwig-Dohm-Urkunde des Journalistinnenbundes sowie den Luise-Büchner-Preis für Publizistik.

 

 

 
Lyrik zur Teatime  
Farhad Showghi liest aus Wolkenflug spielt Zerreißprobe (kookbooks)

Datum:   Sonntag, 18. Februar 2018
Zeit:        17.00 Uhr   Eintritt: € 7,-/4,-
Ort:          Literaturhaus

Ein Gedicht muss wieder und wieder gelesen werden, es braucht Zeit. Lyrik zwingt uns, innezuhalten und das Jetzt zu verlassen. Die Gedichte des Psychiaters, Übersetzers und Autors Showghi „…sind oft intuitiv wirkende Spiele mit der Wahrnehmung, die für das, was wir sehen, erleben, empfinden, neue Sprachlandschaften skizzieren, die alles Gewohnte weit hinter sich lassen.“ (Signaturen).

Farhad Showghi, geb. 1961 in Prag, verbrachte Kindheit und Jugend in der BRD und in Iran. Studium der Humanmedizin in Erlangen. Er lebt und arbeitet als Psychiater, Psychotherapeut, Autor und Übersetzer in Hamburg. Zu seinen Veröffentlichungen gehören mehrere Gedichtbände (u.a. bei Urs Engeler Editor), außerdem übersetzte er Ahmad Shamlu: Blaues Lied. Ausgewählte Gedichte Persisch/Deutsch. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt gewann er den 3-SAT-Preis. Er wurde sowohl mit dem Literaturförderpreis der Stadt Hamburg als auch mit dem N.C. Kaser-Lyrikpreis ausgezeichnet.