Veranstaltungen im Mai und Juni 2024

Hier finden Sie ein Verzeichnis unserer bisherigen Online - Lesungen auf Youtube:

https://lit-hamburg.de/?q=online

 

 

 

 

 

 

  © Max Zerrahn

Laura Lichtblau liest aus „Sund“ (C.H. Beck)

Kooperation mit der literatur altonale
Datum:  
So 26.5.         Zeit: 20.00 Uhr
Ort: Büchercafé Kapitel Drei, Hospitalstraße 69
Eintritt: Auf Pay-what-you-want-Basis, entweder vor Ort oder online über
www.altonale.de

Wie fragil ist unsere Gegenwart, wenn sie von einer Vergangenheit bestimmt wird, die nicht bemerkt werden soll? Am Sund angekommen, ahnt die Ich-Erzählerin nicht, welche Geheimnisse die Gegend birgt. Während sie auf ihre Geliebte wartet, schwappen nachts seltsame Gesänge von der Insel Lykke ans menschenleere Festland. Sie beschließt, ihre Recherche zur Rolle ihres Urgroßvaters im NS ruhen zu lassen und bricht nach Lykke auf, wo sich die düstere Geschichte der Insel mit ihrer eigenen Familiengeschichte zu verschränken beginnt. „Sund“, der zweite Roman von Laura Lichtblau vereint Fiktion und Dokumentation, in poetischer knapper Sprache und zeigt auf, wie die Schrecken der Vergangenheit noch immer wie Geister in der Gegenwart nachhallen. 
Moderation:  Carola Ebeling

 

 

 

    © Gunter Glücklich Fotografie, Hamburg

Franz Dobler liest aus seinem Roman „Ein Sohn von zwei Müttern“ (Tropen)

Datum:  Sa 15.6.     Zeit: 12.00 Uhr (Frühstück ab 11.00 Uhr, Einlass: 10.50 Uhr)
Eintritt:  € 25,- (inkl. Frühstück und Eintritt zur Lesung)
Ort:        Literaturhotel Wedina
Anmeldung nur bei uns: T. 040.207 69 037 Email: lit@lit-hamburg.de 

Dobler schreibt Krimis, kennt sich mit Country Music aus, veröffentlichte Gedichte und arbeitet als Publizist. Zum ersten Mal hat er jetzt einen autobiografisch geprägten Roman geschrieben: Die Geschichte der Adoption eines bayrischen Jungen mit persischen Wurzeln. Warum  erst jetzt ein solches Buch? Darauf antwortete er dem Bayrischen Rundfunk: „ Ich glaube, dass es Bücher gibt, die man erst mit fortgeschrittenem Alter schreiben kann, bis sich Erfahrungen ansammeln und auch setzen, bis man die besser überblicken kann…“. Auslöser war eine Folge der Sitcom „Seinfeld“, in der es um einen New Yorker Serienkiller ging, der ein adoptiertes Kind gewesen ist. Damals wäre er vom Sofa aufgesprungen und habe sich gefragt, warum er denn noch kein Killer geworden sei.  Tatsächlich gäbe es ganz dubiose Wissenschaftler, die statistisch nachzuweisen versuchten, dass adoptierte Kinder für allerhand Sachen gefährdet seien. Da er dies für eine unhaltbare Behauptung hielt, machte er sich an die Arbeit des Schreibens und der Recherche. Als Journalisten Dobler fragten, ob Adoption ein Weggeben oder ein Freigegeben sei, antwortete er, im Fall des Erzählers und in seinem Fall sei es ein Freigegeben gewesen.  Auch sei Erziehung nicht nur eine Sache der Eltern, die ihn adoptierten, sondern hier auch der New Yorker Jazz, und das „Roaring Munich“ der 80er, das ihn mindestens genauso prägten. Doblers Beschreibung eines bruchstückhaften Lebens liest sich wie die Chronik einer Selbstermächtigung. Sein außergewöhnlicher Umgang mit der eigenen Adoptionsgeschichte spiegelt nicht nur die Nöte einer leiblichen Mutter und die der Adoptivfamilie, sondern auch die lange Suche nach sich selbst.  Sein Buch gestattet nicht nur „ … Blicke in seine Biografie, es erzählt von Weichen , die einzelne und die Gesellschaft stellen.“ (FR). Dobler wehrt sich gegen den Begriff der Traumatisierung, denn es sei „zur Mode geworden, sich ein Trauma anzuheften wie eine Tätowierung“. Sein Roman dreht sich mehr darum, „ … wie jemand selbst für sich und seine Verfasstheit Verantwortung übernimmt und über seinen Schatten springen will. Eine Befreiung.“ (FR).

Moderation:  Alexander Häusser

 

 

 

Für alle Veranstaltungen gilt: Wir bitten um Anmeldung mit Angabe von Vor- und Zunamen per Email an: lit@lit-hamburg.de oder telefonisch unter Fon 040.227 92 03 

 

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