Unser Programm im Januar

    © C.Bertelsmann
Georg Diez liest aus Das andere Land (C. Bertelsmann)

Wie unsere Demokratie beschädigt wurde und was wir tun können, um sie zu reparieren
Datum:  Donnerstag, 17. Januar 2019
Zeit:      19.30 Uhr      
Eintritt:  € 7,-/5,-
Ort:       Literaturhaus

Die Finanzkrise vor 2008 sieht Georg Diez als Ausgangspunkt für die Krise der Demokratie, die Radikalisierung von Brexit zu Trump zu AFD. Rassismus und Ressentiment wurden salonfähig. Doch Diez nimmt auch wahr, dass breite Teile der Bevölkerung positiver, offener und hilfsbereiter sind, als die Medien es darstellen. Das andere Land „ ist das nicht nur pessimistische Buch von Spiegel-Online-Kolumnist Georg Diez.“ (DR Kultur).

Georg Diez, geb. 1969, studierte Geschichte und Philosophie in München, Paris, Hamburg und Berlin. Er schrieb für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. Heute ist er Autor beim Spiegel und Spiegel Online. Von 2016-2017 war er als Nieman Fellow an der Harvard University. Er hat über Berlin, die Beatles, die Rolling Stones, die Jahre 1980 und 1981 sowie Martin Luther publiziert. Mit seinem Buch Der Tod meiner Mutter war er zum ersten Mal unser Gast.

 

 

 

    © Stefka Ammon
Daniela Dröscher liest aus Zeige deine Klasse (Hoffmann und Campe)
Die Geschichte meiner sozialen Herkunft

Datum:    Donnerstag, 24. Januar 2019
Zeit:        19.30 Uhr    
Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:          Literaturhaus

Daniela Dröscher beschreibt die emotionalen Begleiterscheinungen ihres Milieuwechsels.
Den Sprung aus der bäuerlich-proletarischen Klasse hatten zwar schon ihre Eltern geschafft, sie selbst ist aber die Erste mit akademischer Ausbildung. Sie nennt den gesellschaftlichen Aufstieg „die Scham nach oben“, beschreibt die kulturellen Minderwertigkeitsgefühle, zwei Welten anzugehören und sich in beiden nicht recht heimisch zu fühlen.

Daniela Dröscher, geb. 1977, wuchs in Rheinland-Pfalz auf und lebt heute in Berlin. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London und promovierte im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam mit einer Arbeit zur Poetologie Yoko Tawadas. Von 2008-2010 studierte sie Szenisches Schreiben bei uniT Graz.

 

 

  Foto: Stephan Gabriel 
Jutta Heinrich liest Die Nacht des Dibbuk
Wovor wir uns fürchten müssen

Datum:  Sonntag, 27. Januar 2019
Zeit:       17.00 Uhr   
Eintritt:  
€ 5,-
Ort:        Literaturhaus

Dem Fremdenhass, dem zunehmenden Antisemitismus, der Verharmlosung bis Verleugnung der Rechtsentwicklung. Aus aktuellen Anlässen liest Jutta Heinrich ihren Beitrag aus der NDR/WDR-Sendereihe Gedanken zur Zeit (Leitung: Dr. Andreas Wang). Der Text entstand während eines Aufenthaltsstipendiums im Jüdischen Museum Rendsburg und nahm vorweg, was uns heute wieder bedroht. Geschult am eigenen Entsetzen darüber, wozu Menschen fähig sind, wird Sprache zum Widerstand..

Jutta Heinrich veröffentlichte Romane, Theatertexte, Kurzprosa, Essays und schrieb Beiträge für den Rundfunk, u.a. die Sendereihe Gedanken zur Zeit (NDR/WDR). Mehrfach wurde sie von Goethe-Instituten eingeladen und mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet. 1999: Wahl in den P.E.N.  Seitdem  vermehrt Lehrtätigkeiten, u.a. Gastprofessur für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin, Leiterin eines interkulturellen Theaterprojekts in Augsburg und Initiatorin des Schulschreib-Projekts  LIT. Junge Köpfe. 2017 wurde sie vom Senat für ihre künstlerischen und kulturellen Verdienste um Hamburg mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet.
 

 

Februar 2019
 

 

    © Gerrit Jöns-Anders
Dagrun Hintze liest aus Einvernehmlicher Sex (Minimal Trash Art)

Datum:  Donnerstag, 14.02.2019
Zeit:      19.30 Uhr  
Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:       Literaturhaus

In 38 lakonischen und wilden Prosagedichten erzählt die Theaterautorin, Lyrikerin und Performerin Dagrun Hintze vom Reisen, vom Feiern, vom Lieben und vom Älterwerden. Sie „…haut einem ihre Poesie um die Ohren, dass die Welt aus dem Takt gerät …“ (Simone Buchholz)

Dagrun Hintze, geb. 1971 in Lübeck, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Würzburg und Antwerpen. Seit 1999 lebt sie in Hamburg. Veröffentlichte Lyrik und Prosa in Zeitschriften und Anthologien. Seit 2005 Publikationen zur zeitgenössischen Kunst. Seit 2009 Uraufführungen ihrer Theaterstücke in verschiedenen Theatern. 2017 erschien ihr Essayband Ballbesitz – Frauen, Männer und Fußball im mairisch Verlag. Auszeichnungen:  2003: Lyrik 2000s-Preis, 2005: open mike Berlin, 2015: Stipendium im Künstlerhaus Lauenburg, 2019:
Spreewald-Literaturstipendium.

 

 

    © Bogenberger/Autorenfotos
Gert Loschütz liest aus Ein schönes Paar (Schöffling & Co.)

Datum:   Freitag, 15.02.2019
Zeit:  20.00 Uhr
Eintritt: € 10,-
Ort:         Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Str. 79

In diesem Roman erzählt Gert Loschütz von einer unergründlichen Liebe, die Geschichte eines Paares, das über die deutsch-deutsche Teilung stolpert. Ihr Tod und die anschließende Spurensuche führen den Ich-Erzähler in die eigene Kindheit zwischen Ost und West. „Ein spannendes, unerbittliches und doch sensibles Buch“ (FR). Ein schönes Paar wurde 2018 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Gert Loschütz, geb. 1946 in Genthin (Sachsen-Anhalt), lebt in Berlin. Er hat Gedichte, Hörspiele, Theaterstücke, Filmdrehbücher, Erzählungen und Romane geschrieben. Auszeichnungen: u.a. Ernst-Reuter-Preis, Rheingau-Literaturpreis und zahlreiche Stipendien. Mit seinem Roman Dunkle Gesellschaft stand er 2005 auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschienen: Das erleuchtete Fenster und Auf der Birnbaumwiese.

Karten unter: Fon 040. 39 35 88 oder 040. 227 92 03, Mailto: info@buecher-christiansen.de
oder lit@lit-hamburg.de

 

 

 

 

Ahmet Altan: Ich werde die Welt nie wiedersehen (S. Fischer Verlage)
Texte aus dem Gefängnis
Aus dem Türkischen von Ute Birgi-Knellessen

Datum:  Sonntag, 24.02.2019
Zeit:       17.00 Uhr          
Eintritt: € 5,-
Ort:        Literaturhaus

Im Februar 2018 wurde der bekannte türkische Intellektuelle, Schriftsteller und Journalist zu lebenslanger Haft verurteilt. „Wo auch immer ihr mich einsperrt, werde ich die Welt auf den Flügeln meiner Gedanken bereisen“, schrieb Altan in einem Manifest, das er in seiner Zelle im Hochsicherheitsgefängnis Silivri verfasste.
Ausgewählte Passagen aus seinem Buch lesen: Jutta Heinrich, Patricia Paweletz, Alexander Häusser
Begrüßung durch Dr. Regula Venske, Präsidentin des deutschen PEN

Ahmet Altan, geb. 1950, ist mit seinen Romanen und Essaybänden einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Türkei. Außerdem einer der bekanntesten Journalisten des Landes. Seine kritische Berichterstattung brachte ihn immer wieder in Konflikt mit der Regierung. Altan arbeitete als Kolumnist für zahlreiche namhafte türkische Medien und gründete 2007 die Zeitung Taraf, die nach dem vereitelten Putschversuch vom 15.7.2016 verboten wurde. Zusammen mit seinem Bruder Mehmet Altan wurde er festgenommen. Nach der Festnahme der Altan-Brüder und weiterer türkischer Journalisten und SchriftstellerInnen protestierten bekannte Autoren, Autorinnen, Künstler und Künstlerinnen sowie Verleger in einem offenen Brief gegen die „Vendetta gegen die klügsten Denker und Autoren des Landes“. Zu den Unterzeichnern und Unterzeichnerinnen gehören u.a. : Die NobelpreisträgerInnen Elfriede Jelinek, Herta Müller, Orhan Pamuk, J.M. Coetze –außerdem:  Elena Ferrante, Roberto Saviano und Günter Wallraff.

Mit freundlicher Unterstützung des S. Fischer Verlags und des PEN

 

 

 

    © Marie Rauch
Peter Henning liest aus Mein Schmetterlingsjahr (THEISS)
Lesung mit Bildprojektionen

Datum:    Dienstag, 26.02.2019
Zeit:         19.30 Uhr
Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:          Literaturhaus

Ein Jahr lang dauerte Peter Hennings große Falterexpedition kreuz und quer durch Europa, bis er eine Liebeserklärung an die rar gewordenen flüchtigen Wesen schrieb, die zum Schönsten und Geheimnisvollsten zählen, was die Natur zu bieten hat. „Schmetterlinge schenken Glücksmomente“ (Henning).
Alexander Häusser moderiert

Peter Henning, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Im Rahmen seiner langj. Tätigkeit als Journalist schrieb er wiederholt für die FAZ und die ZEIT über seine Falter-Expeditionen.  Seit mehr als 50 Jahren beobachtet, sammelt und züchtet er Schmetterlinge. Mit seinem Buch Mein Schmetterlingsjahr hat er sich einen Traum erfüllt.