Veranstaltungen im Januar 2022

Hier finden Sie ein Verzeichnis unserer bisherigen Online - Lesungen auf Youtube:

https://lit-hamburg.de/?q=online

 

Es geht wieder los, wenn auch nur zu bestimmten Bedingungen.

Auf eine Anmeldung unter: lit@lit-hamburg.de mit Kontaktdaten freuen wir uns.

Ab Januar 2022 gilt:

Es gilt die Regel 2 G plus:

2x geimpft oder genesen plus Test. Für Geboosterte entfällt die Testpflicht.. 

 

 

 

    privat
Hans Herbst liest aus „La Sonrisa“

Datum:   Sonntag, 23.01.2022
Zeit:       17.00 Uhr 
Eintritt:   € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus

Günter Schaupp liest aus La Sonrisa von Hans Herbst (Pendragon)
Herbst erinnert sich an Orte, Menschen und besondere Begegnungen. Er nahm sich bei allem viel Zeit und war immer bereit für kleine und große Abenteuer. Erste Texte entstanden schon 1979, veröffentlicht hat er zahlreiche Stories, Reportagen und einen Roman. „ Jede dieser Geschichten ist ein Stück pures Leben. Ob Hans Herbst in Kuba mit wunderbaren Musikern an den Trommeln gespielt oder in München sein Weingeschäft betrieben hat, stets passieren ihm Dinge, die nur jemandem passieren können, der dafür bereit ist, der dafür lebt..“ (Pendragon)

Hans Herbst wurde 1941 in St. Pauli/Hamburg geboren. Nach einer Lehre als Autoschlosser reiste er durch Europa, später nach Mexiko, Nordamerika, Brasilien und in die Karibik. Lebt als Autor und Musiker in Hamburg.

Moderation:  Alexander Häusser
Musikalische Begleitung:  Daniel Witt (Gitarre)
Oliver Knickrehm (Saxophon)
Hendrik Meyer (Bass)

 

Veranstaltungen im Februar 2022
 

  © Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag

Emine Sevgi Özdamar liest aus Ein von Schatten begrenzter Raum  (Suhrkamp)   

Datum:  Mittwoch, 2.2.2022
Zeit:       19.30   Uhr   Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus, Eddy-Lübbert-Saa

Nach Özdamars früher Flucht aus Istanbul folgten Jahre des Lebens in Berlin und Paris. Mit ihrem neuen Roman blickt sie auf ihren Weg zurück. Es hat zwar vor ihr Texte gegeben, die die Lage der eingewanderten Türkinnen und Türken beschrieb, doch sie war die Erste, die mit ihrem herausragenden Roman Das Leben ist eine Karawanserei sämtliche Zuweisungen an eine ‚deutschtürkische‘ Literatur sprengte. Ihr neues Buch ist „ … ein außergewöhnliches, das alle übliche Saisonware vergessen macht .. subjektive, rauschhafte Erinnerungen stehen neben Vergegenwärtigungen der politischen Verhältnisse, sie nennt darin „ … Klarnamen und tarnt nichts durch oberflächliche Fiktionalisierungen ..“ (Deutschlandfunk Kultur). In ihrem nach einer 23-jährigen Pause erschienenem Roman beschreibe sie die 70er Jahre bis zur Gegenwart, erzählt von ihren Erfahrungen in Berlin, Paris und Istanbul - mal die eigenen, mal die gesellschaftlichen Ereignisse beleuchtend - hiess es in der taz. Ursula März verfiel sofort wieder dem spezifischen Özdamar-Sound … „ indem sie sich „ … von einzelnen intensiven Bildern in diesem ‚kolossalen Prosagemälde‘ durch ein Leben zwischen Kunst, Liebschaften und Politik führen ließ, mitunter wehmütig auf vergangene Zeiten blickend. Ein Werk reich an ‚humaner Klugheit und poetischer Dichte‘.“ (Die Zeit)
Moderation: Rukiye Cankiran

Emine Sevgi Özdamar wuchs in Istanbul auf, wo sie die Schauspielschule besuchte. Mitte der siebziger Jahre ging sie nach Berlin und Paris und arbeitete mit dem Regisseuren Benno Besson, Matthias Langhoff und Claus Peymann. Sie übernahm zahlreiche Filmrollen und schreibt seit 1982 Theaterstücke, Romane und Erzählungen. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Erzählungen Mutterzunge, ihren Roman Das Leben ist eine Karawanserei und Die Brücke vom Goldenen Horn. Sie wurde u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis (1991), dem Adelbert-von-Chamisso-Preis (1999), dem Preis der LiteraTour Nord (1999), dem Kleist-Preis (2004), dem Alice Salomon Poetik- Preis (2012) ausgezeichnet. In 2014 erhielt sie die Hamburger Gastprofessur für interkulturelle Poetik INPOET, gefördert von der Zeit-Stiftung. 
Kooperation mit der Interkulturellen Denkfabrik Hamburg

 

  © Götz Wrage

Michael Batz spricht über Das Haus des Paul Levy. Rothenbaumchaussee 26 (Dölling & Galitz Verlag)
Lesung mit Bildprojektionen

Datum:  Sonntag, 6.02.2022
Zeit:       19.30 Uhr     Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus, Eddy-Lübbert-Saal

Die erste Hamburger Baugenossenschaft entstand Anfang der 20er Jahre. Einige wohlhabende, liberale, jüdische Bürger realisierten sie. So wurde das erste baugenossenschaftliche Projekt Hamburgs, das Haus des Paul Levy, bald zu einem einzigartigen Schauplatz der Zeitgeschichte. Bewohnt von prominenten Bankern, Sportlern und Künstlern und in direkter Nähe zum Grindelviertel und der Bornplatzsynagoge, spiegelte das Gebäude bis zur ‚Arisierung der Wohnungen‘ wie kein anderes das Selbstverständnis deutscher Juden wider.  Jahrelang hat Michael Batz den Familienschicksalen nachgespürt und zeigt uns ein spannungsreiches Panorama von Heimat und Diaspora, von Hoffnung und ihrer Zerstörung.
Musikalische Begleitung: Edgar Herzog (Klarinette) und Jakob Neubauer (Bajan)

Michael Batz, geb. 1951 in Hannover, ist Autor, Dramaturg, Regisseur und Lichtkünstler. Von 1990 – 1994 war er Dramaturg auf Kampnagel und übernahm die künstlerische Leitung der Hafenkulturtage und des Theaters in der Speicherstadt, wo von 1994 – 2018 jeden Sommer sein Hamburger Jedermann aufgeführt wurde. Er ist außerdem Autor zahlreicher Sachbücher sowie von Theaterstücken und Hörspielen. 2011 erhielt er den Sonderpreis des Rolf-Mares-Preises der Hamburger Theater und 2014 die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille. Am 20.10.21 wurde er mit dem Bundesverdienstorden geehrt.
 

 

  ©Rainer R. Lippold

Dr. Christine Maiwald liest aus
Das schwierige schöne Leben. Ein deutscher Kaufmann in Shanghai. 1906 bis 1952 (Dölling & Galitz Verlag)

Hermann M. Breuers (1884–1973) ging im Alter von 22 Jahren für ein Bremer Übersee-Haus nach Shanghai. Schon bald empfand er sich als ‚Sohn des Reiches der Mitte‘. Seine Geschichte beginnt in einer Zeit kolonialer Ansprüche und steht exemplarisch für das schwierige schöne Leben deutscher Kaufleute in der internationalen Handelsmetropole Shanghai während der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.  Angesichts der Kriege und Umbrüche in China, des deutschen Nationalsozialismus, der Probleme russischer und jüdischer Flüchtlinge, durchforschte die Autorin Archive in Deutschland und China und sprach mit letzten Zeitzeugen.„ Dieses Buch erlaubt den Blick in eine kolonial geprägte Welt, die heute fast vergessen scheint …“ (kultur-port.de). Es ist die Biografie eines charismatischen Mannes und zugleich ein packend geschriebenes Geschichtsbuch.
Moderation:  Hilke Veth

Dr. Christine Maiwald ist promovierte Literaturwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Theaterdramaturgin in Kiel und Hannover, war Museumsreferentin der Hamburger Kulturbehörde und übernahm bis 2010 Managementaufgaben im Hamburger Museumsbereich. Hermann Breuer ist ihr „China-Onkel“.

Moderation: Hilke Veth
Datum
:   Sonntag, 13.02.2022
Zeit:        17.00 Uhr    Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:         Literaturhaus
 
 

 

    © Miguel Ferrez

Alexander Posch präsentiert zwei Ausgaben von Côte Obscure
Der Hamburger Autor Alexander Posch präsentiert zwei Heftchen für Überlebenskultur, die in den Pandemiejahren 2020/2021 entstanden sind: Sie heißen ‚Stubenhocker‘ und ‚Neid‘.  
Was wir hören werden, sind unterhaltsame Geschichten voll stupendem Witz, skurrile Texte  über das Zuhause-Sitzen und den Impfneid. Von diesen Themen inspiriert fertigte der Künstler Thomas Tannenberg popartige Bilder und Collagen an, die bei der Lesung käuflich erworben werden können. Wir erwarten einen unterhaltsamen Abend mit einem tragikomischen Blick auf unsere jüngste Vergangenheit und furchterregende Gegenwart.

Alexander Posch, geb. 1968 in Hamburg, ist Autor und Literaturveranstalter. Sein Geschichtsstudium an der Universität beendete er, um zu schreiben und als Autor und Literaturveranstalter aktiv zu werden. Von 2000 – 2011 gehörte er zum MACHTclub (gemeinsam mit Sven Amtsberg, Tina Uebel, Michael Weins u.a.) und war einer der ersten Poetry-Slam-Organisatoren in Hamburg. 1999 erschien der Band Schlucker 2000, 2014 sein Roman Sie nennen es Nichtstun. Auf komisch-verzweifelte Weise schildert er darin das vorstädtische Familienleben aus der Sicht eines schreibenden Hausmannes.

Datum:  Mittwoch, 16.02.2021
Zeit:       19.30 Uhr    Eintritt: € 7,-/5,
Ort:        Literaturhaus

Für alle Veranstaltungen gilt: Wir bitten um Anmeldung mit Angabe von Vor- und Zunamen per Email an: lit@lit-hamburg.de oder telefonisch unter Fon 040.227 92 03 

www.lit-hamburg.de
Kartentelefon  040-227 92 03  Mailto: lit@lit-hamburg.de

 

Die Veranstaltung mit Widad Nabi wurde abgesagt und wird Anfang 2022 nachgeholt

Widad Nabi liest aus ihren Gedichtband Unsichtbare Brüche
Aus dem Arabischen von Suleman Taufiq

Datum:   Sonntag, 14.11.2021
Zeit:       17.00 Uhr   
Eintritt:   € 7,-/5,-
Ort:        
Literaturhaus

Was Widad Nabis Literatur auszeichnet, ist die Kontaktaufnahme mit anderen Kulturen. Zentral ist der Versuch eines literarischen Dialogs mit bedeutenden Schriftstellern und Schriftstellerinnen der Literaturgeschichte- u.a. mit Paul Celan und Ingeborg Bachmann. Literatur und Sprache als Mittel der Grenzüberschreitung ist eines der Kernmerkmale ihrer Arbeit. Ihre Gedichte handeln von der unergründlichen Liebe, dem Zurückblicken auf die Vergangenheit, dem Suchen nach einem Zuhause.

Widad Nabi, geb. 1985 in Kobani/Syrien, ist eine kurdisch-syrische Schriftstellerin und hat einen Abschluss als Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Aleppo. Sie schrieb für zahlreiche arabische und Zeitungen und Zeitschriften. Einige ihrer Texte sind auf Englisch und Französisch erschienen. 2013 veröffentlichte sie Zeit für Liebe. Zeit für Krieg in Aleppo. 2016 folgte Syrien und die Sinnlosigkeit des Todes in Beirut (beide in arabischer Sprache). 2015 gelang ihr die Flucht nach Berlin. Seitdem erschienen von ihr zahlreiche Beiträge für Spiegel Online, die ZEIT und die Frankfurter Rundschau. Ihre Texte erschienen auch in der Anthologie Die Flügel meines schweren Herzens (Manesse Verlag) und Ihr Text Weg sein – hier sein kam im Secession Verlag heraus.

Moderation: Dr. Regula Venske

 

Die Lesung am 3.12.21 wurde abgesagt und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt

 

©  Satiamo Wiedemann

Uwe Friesel liest aus „Schlemihls Erzählungen
Ein fingiertes Tagebuch

 

Datum:   Freitag, 3.12.2021
Zeit:       19.00 Uhr    
Eintritt:   € 7,-
Ort:        Alfred-Schnittke-Akademie

Schlemihls Vergangenheiten sind ebenso vielgestaltig wie die Personen, in denen er sich wiederzuerkennen glaubt: Der Übersetzer Hans Neuhaus alias Giacomo Casanova und der Schweizer Autor Urs Wiefele. Das Lebensmosaik des Schlemihl / Neuhaus / Wiefele ist so uneben wie die Geschichte beider Deutschlands.   
Moderation:  Sabine Witt
Musikalische Begleitung: Marina Savova
Kooperation mit der HAV