Unser Programm im Mai

 

            © Uta Hansen-Denkel
Lyrik zur Teatime
Peter Engel liest aus seinem Gedichtband Unter der schwarzen weiße Schift  (Hammer + Veilchen)
Wolfgang Denkel liest aus seinem Gedichtband Schulterblatt (Hammer + Veilchen)
Anschließend Vorstellung der Literaturzeitschrift   

 

Datum   Sonntag, 19.5.2019
Zeit        17.00 Uhr            
Eintritt:  € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus

Günther Emig und Peter Engel gründeten 2014 die Online-Literaturzeitschrift Verlag Hammer + Veilchen, die vor allem Lyrik und  Kurzprosa veröffentlicht. Die vierteljährlich erscheinenden digitalen Ausgaben werden jahrgangsweise zu Jahrbüchern zusammengefasst.

Peter Engel, geb. 1940, Studium der Germanistik und Anglistik in Hamburg und Heidelberg. Er war jahrelang Kulturredakteur einer Nachrichtenagentur. Danach freier Autor und Kunstkritiker. Er veröffentlichte Lyrik, Kurzprosa und Buchbesprechungen.

Wolfgang Denkel, geb. 1958, ist bildender Künstler und Autor. Er studierte Germanistik und Philosophie. Seine Prosa erschien im
 Droschl Verlag.
 

 

    © Havanna Skriva
Leipziger Buchpreis 2019
Anke Stelling liest aus ihrem Roman Schäfchen im Trockenen (Verbrecher Verlag)

Datum: Donnerstag, 23.5.2019
Zeit        19.30 Uhr    
Eintritt: 
€ 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus

Die Kritiker_innen sind begeistert von Anke Stellings neuem Buch: „Alltagsprosa, wütend, witzig, wunderbar erzählt“ (WDR). Einen solchen Roman gäbe es viel zu selten in der deutschen Gegenwartsliteratur so die SZ: „… wütend, intensiv, ein Schlag in die Magengrube aller naiven Freunde der Mittelklasse, böse, witzig, getragen vom Willen zur soziologischen Genauigkeit“.
„Darüber hinaus hat Anke Stelling ein feines Gespür für die Massivität der feinen Unterschiede.“ (taz).
In ihrem Roman einer Aufsteigerin „ … werden die starken Affekte – Wut, Zorn, Stolz – literarisch produktiv. Im Rückblick auf verlorene Illusionen entsteht eine verstörend uneindeutige, scharf belichtete Momentaufnahme der Gegenwart.“ (so die Jury des Leipziger Buchpreises).

Anke Stelling, geb. 1971 in Ulm, absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig,  2004 wurde ihr gem. mit Robby Dannenberg verfasster Roman Gisela verfilmt, danach veröffentlichte sie Erzählungen und Romane. Mit ihrem Roman Bodentiefe Fenster stand sie 2015 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.
 

 

 

Literaturzentrum Hamburg im Juni 2019
 

 

    © privat
Konrad Singer liest aus Salomon ruft
(Edition Contra-Bass) 

Datum:  Sonntag, 2.6.2019 
Zeit: 17.00 Uhr
Eintritt: € 7,-/ 5,-
Ort:   Literaturhaus

Singer ist bekannt als Reisender, jahrelang war er mit einem Koffer voller Bücher unterwegs, „ ...ein Handlungsreisender in Sachen Literatur … manchmal besuchte er im Jahr an die 200 Bundhandlungen in Norddeutschland, um die Programme von Verlagen wie Kunstmann, Edition Nautilus, Steidl und Schwarzkopf & Schwarzkopf in die Regale zu bringen.“ (Die Welt)
Jetzt hat er sein erstes Buch veröffentlicht: Salomon ruft. Es handelt von sechs Schülern in den bewegten 60er Jahren, die von der 68er Revolte nachhaltig geprägt wurden.
Alle blieben wach, fragen nach der Wahrheit und engagieren sich bis heute. Konrad Singer erzählt von Widerstandsgeschichten, die sich bis in die Gegenwart erstrecken.

Konrad Singer, Hamburg. Drei Jahrzehnte arbeitete er als freier Verlagsvertreter für unabhängige Verlage. Er schreibt Lyrik und Prosa.

 

 

    © Magdalena Becker
Viele beginnen mit dem Schreiben und Publizieren zwischen dreißig und vierzig, es kommt aber vor, dass eine/einer mit fünfzig oder später das erste Buch veröffentlicht. Unsere neue Debütantenbörse (Einsendeschluss Ende September) richtet sich an alle. 7 Seiten Prosa oder Lyrik können eingereicht werden anVorstand des Literaturzentrums, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg, unter Angabe von Mail-Adressen und Telefon-Nrn. 

literatur altonale
Artur Becker liest aus Drang nach Osten (weissbooks.w)

Datum: Mittwoch, 12.06.2019     
Zeit:   19.30 Uhr
Ort:  Bücherhalle Holstenstraße, Norderreihe 5-7
Kartenreservierung unter Tel. 227 92 03 oder
per Mail an
lit@lit-hamburg.de
Eintritt Abendkasse: Zahle, so viel du willst!

Arthur, Ende 40, stammt aus Masuren und lebt als Historiker und Schriftsteller in Bremen. Für Recherchen besucht er seinen Onkel Stanisław in Kalifornien und erfährt von dem ehemaligen Stalinisten, dass er 1945 freiheitshungrige Menschen gefoltert hat, darunter auch Arthurs polnischen Großvater. Schockiert beschließt Arthur sein nächstes Buch ganz den Schicksalen seiner Großeltern zu widmen, die damals in Masuren ein neues Leben begonnen haben. Und so gerät er rasch in die Zeit unmittelbar nach Kriegsende, zu entsetzlichen Entschlüssen und Taten, die über Leben und Tod entscheiden. Wie konnten all die Verbrechen geschehen? Besessen vom Denken des Undenkbaren begegnet er Malwina, einer alten Freundin aus Warschau. Mit ihr verbindet ihn eine unglückliche Liebe, die ihm jedoch plötzlich überwindbar erscheint.

Artur Becker, 1968 geboren als Sohn polnisch-deutscher Eltern in Bartoszyce (Masuren), lebt seit 1985 in Deutschland. Sein schriftstellerisches Werk thematisiert vielschichtig und kenntnisreich das komplexe deutsch-polnische Verhältnis.

Moderation: Pawel Sprawka
Mit freundlicher Unterstützung des Bauvereins der Elbgemeinden sowie in Kooperation mit literatur altonale, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V.  und Bücherhallen Hamburg

 

 

    © Mascha Lohe
Jens Rosteck liest aus Marguerite Duras-
Die Schwester der Meere-
(mare)

Datum:  Donnerstag, 13.6.2019    
Zeit: 19.30 Uhr 
Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:  Literaturhaus

„Das Meer betrachten heißt alles sehen“  (M. Duras).
In seiner Biografie über Marguerite Duras beleuchtet Jens Rosteck ihr faszinierendes Leben und komplexes Schaffen anhand eines besonderen Leitmotivs: Die wilde Macht der Meere wurde zum literarischen Sinnbild für ihre heftigen Liebschaften, vor allem aber zur Inspiration für ihre Romane, Filme und Theaterstücke. „Der Autor bezieht (…) Küsten, Dünen und Strände, Wellen, Gischt und Sturm mit in Marguerite Duras. Die Schwester der Meere ein. Und er lässt sie überzeugend eine weitere Hauptrolle im Leben der Duras spielen.“ (Bonner General-Anzeiger).

Moderation: Thomas Plaichinger

Jens Rosteck, geb. 1962, hat viele Jahre in Frankreich gelebt, wo er neben Essays zur Musik- und Literaturgeschichte eine Reihe von literarischen Biografien verfasste. Er ist promovierter Musikwissenschaftler, Kulturhistoriker, Pianist und Autor mehrerer Städteporträts und wohnt heute im Badischen. Für mare schrieb er neben zahlreichen Aufsätzen das Inselbuch Mein Ibiza und sein hoch gelobtes Jacques-Brel-Porträt Der Mann, der eine Insel war. 

 

 

    © privat
Unverfrorene Freunde (ullstein)
Bildgestützter Vortrag von Dr. Klemens Pütz zu seinem und Dunja Batarilos Buch

Datum:  Sonntag, 23.6.2019    
Zeit:   Zur Teatime   17.00 Uhr
Eintritt: € 12,-/ 8,- inkl. Tee u. Gebäck
Ort:  Schloss Agathenburg, Hauptstr., Agathenburg (bei Stade) 
Kooperation mit der Kulturstiftung  Schloss Agathenburg
Karten unter T. 04141.64011/
Mailto: info@schlossagathenburg.de 

Der Meereszoologe Pütz erforscht seit langem Pinguine, für die er inzwischen sogar kleine unberührte Inseln erwarb, um ihren Lebensraum zu erhalten. Kenntnisreich und amüsant erzählt er von ihren Verhaltensweisen und Fähigkeiten: „ … sie schliddern in unserer behüteten Welt dekorativ Eisberge herunter …und wirken einfach unwiderstehlich putzig…“ (NDR Kultur). Aber die realen Varianten seien andere: „…sie leben unter extremen Bedingungen und vollbringen enorme Anpassungsleistungen, von denen wir Menschen nur träumen können.“ (Pütz)

Klemens Pütz, geb. 1960, ist promovierter Meereszoologe und erforscht seit 1989 das Leben der Pinguine. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf den Falklandinseln. Dort hat der von ihm mit gegründete Antarctic Research Trust mehrere kleine, unberührte Inseln unter Schutz gestellt.
 
Dunja Batarilo ist Reporterin und Autorin. Studium der Philosophie und der Medizin, ausgebildet an der Berliner Journalistenschule. Ihre Texte erschienen u.a. in der taz, brandeins, P.M., der Zeit und dem Spiegel. Für Unverfrorene Freunde verbrachte sie sieben Wochen auf See – mit Klemens Pütz und vielen Pinguinen.

Ort- soweit nicht anders angegeben
Literaturhaus, Schwanenwik 38

Wir empfehlen, Karten zu reservieren unter Telefon: 040/2279203 und 20769037
Fax: 040/2291501 oder E-mail: lit@lit-hamburg.de   Internet: www.lit-hamburg.de www.facebook.com/LiteraturzentrumHamburg

 

Debütantenbörse 12
Bei der Debütantenbörse geht es nicht allein um die Auswahl von Talenten, sondern vorrangig um die Entdeckung der Worte, die die Welt bedeuten. „Ich habe mir nie vorgenommen, zu schreiben. Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht anders zu helfen wusste.“ Herta Müller Ein Team aus Prosa-, Theater-, Drehbuchautor_innen und einer Kritikerin, das mit allen Wörtern gewaschen ist, die Tücken der Veröffentlichung kennt und ein Gespür für verborgene Talente besitzt, wird ab Texte auswählen,  die im Rahmen einer öffentlichen Lesung diskutiert werden. Viele Schreibanfänger und –anfängerinnen aus Hamburg und Umgebung haben sich schon an unseren Debütantenbörsen beteiligt und einige haben inzwischen veröffentlicht. Ab sofort können bis Ende September Texte bei uns eingereicht werden: Romanauszüge, Kurzprosa, Lyrik - bis zu 7 Seiten. Bitte per Post, unter Angabe von E-Mail-Adressen und Telefonnummern, an: Vorstand des Literaturzentrums im Literaturhaus, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg