Veranstaltungen im Juni und August 2022

Hier finden Sie ein Verzeichnis unserer bisherigen Online - Lesungen auf Youtube:

https://lit-hamburg.de/?q=online

Die Veranstaltung "Prof. Dr. Christina Thürmer-Rohr spricht über „Fremdheiten und Freundschaften" ist jetzt online:
https://youtu.be/DYek5lDEi1I

Die Veranstaltung Ariadne von Schirach liest aus "Glücksversuche" ist jetzt online
https://youtu.be/fw3DkUqS-BE

 

    © A.Goldflam
Susanne Neuffer liest aus  Sandstein (maro)   
Zwei Novellen

 

Datum:  Mittwoch, 22.06.2022
Zeit:       19.30 Uhr  Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus, Schwanenwik 38  

Ein Krankenzimmer wird zum Salon, in dem Geschichten beginnen und enden. Wie lange aber können sie einen Menschen am Leben halten ? Flussbett oder Erzähl, damit meine Zeit vergeht ist eine Geschichte über Versuche in Sachen Liebe und Politik, über Freundschaft und die Kraft des Erzählens an der Wende zum 21. Jahrhundert. D. wollte keine Blumen, sondern interessierte sich für Neuigkeiten aller Art und Geschichten, nicht für Bücher oder Säfte. An dieser Hürde konnten seine Kollegen natürlich nur scheitern, denn womit sollten sie einen unterhalten, der gerade erst mit seinem Restmagen von der Intensivstation in ein normales Krankenhaus gezogen war ? Nur eine gehörte zu den akzeptierten Geschichtenerzähler:innen: Flavia.  

 

Susanne Neuffer, 1951 in Nürnberg geboren, lebt in Hamburg und ist Mitglied des writers’ room. Für ihr literarisches Werk erhielt sie Literaturpreise (u.a. den erostepost-Literaturpreis, den Hamburger Förderpreis und den 2. Preis im MDR-Kurzgeschichten-Wettbewerb), 2021 zeichnete sie die Akademie für das gesprochene Wort für ihren Text Topinambur oder Störung der Totenruhe aus.   2016 war sie Stipendiatin im Brechthaus in Svendborg.  Bei Maro sind bisher sechs Bücher von ihr erschienen: ein Gedichtband, drei Bände mit Erzählungen, ein Roman und zwei Novellen. Lyrik und Prosa von Susanne Neuffer wurde auch in Antholo­gien und Zeitschriften, u. a. in Stadtgelichter, erostepost, Hamburger ZIEGEL, Entwürfe und Manuskripte, abgedruckt. 

 

 

    © Ali Ghandtschi

literatur altonale
ALLTAGSPERSPEKTIVEN IRANISCHER FRAUEN 
Lesung und Gespräch mit Fariba Vafi
Behnush Najibi dolmetscht

Datum:  Mittwoch, 29.6.2022
Zeit:        19.00 Uhr   
Ort:         W 3, Werkstatt für Internationale Kultur und Politik, Nernstweg 32-34
Ticket ab 20. Mai online unter www.altonale.de/kalender und an der Abendkasse

Dies ist eine 3G Veranstaltung. Das Tragen einer FFP2 maske ist Pflich

Wie Frauen in Iran ihr alltägliches Leben zwischen Tradition und Progressivität, Einsamkeit und dem Wunsch nach Unabhängigkeit gestalten, welche inneren und äußeren Konflikte sie durchleben und ihr erbittertes Ringen um Freiheit und Anerkennung - das sind die zentralen Themen in den Erzählungen der iranischen Schriftstellerin Faribā Vafī. Patricia Paweletz, Schauspielerin und Autorin, liest aus der deutschen Übersetzung des Kurzgeschichtenbandes An den Regen. Die Lesung findet zweisprachig auf Farsi und Deutsch statt. Vafī, die zu den beliebtesten zeitgenössischen Autorinnen Irans zählt und in Teheran lebt, spricht außerdem über ihr Verständnis von Literatur und ihre Perspektive als Autorin. Moderation: Amy Geisler, W3_. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von W3_, Sujet Verlag, Literaturzentrum Hamburg und dem DIWAN e.V. 

Fariba Vafi  wurde 1963 in Tabriz geboren und lebt momentan in Berlin. Sie gehört der aserbaidschanischen Minderheit in Iran an. Ihre erste Sammlung mit Erzählungen erschien 1986. Ihr Debütroman Kellervogel wurde 2002 auf Anhieb zum Bestseller, wie auch all ihre folgenden Bücher. Seither sind acht Romane und drei Storysammlungen erschienen, für die sie die renommiertesten Literaturpreise des Landes erhielt, darunter den Golschiri-Preis und den Yalda-Preis. 2017 wurde sie auf der Frankfurter Buchmesse mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet. Ihre Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Türkisch und Kurdisch. In deutscher Übersetzung liegen die Romane Kellervogel (2012), Tarlan (2016) und Der Traum von Tibet (2018) vor, außerdem die Erzählungen An den Regen (2021). 2020/21 weilte sie als DAAD-Stipendiatin in Berlin und Köln. 

 

 

  © Helga von Loewenich

Vortrag von Prof. Petro Rychlo Der leise, der deutsche, der schmerzliche Reim
Deutschjüdische Dichtung aus Czernowitz und der Bukowina

Datum:  Mittwoch, 24.08.2022   
Zeit:       19.30 Uhr      Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus, Schwanenwik 38

Noch vor dem 1. Weltkrieg galt Czernowitz, die Hauptstadt des österreichischen Kronlandes Bukowina, als ein osteuropäische jüdisches Paradies. Die meisten jüdischen Intellektuellen waren deutschassimiliert und bildeten somit ein reges geistiges Potenzial für deutsche Kultur. Im Schoss dieser deutschsprachigen Kulturtradition etablierte sich hier nach der Auflösung der Monarchie als die Bukowina schon an das königliche Rumänien fiel, eine Gruppe deutschjüdischer Literaten, zu der Alfred Margul-Sperber, Alfred Kittner Moses Rosenkranz, Rose Ausländer, David Goldfeld u.a. gehörten. Unter fortschreitender Romanisierung aller Lebenssphären haben sie hier eine lyrische Tradition angelegt, aus der auch noch die nächste Dichtergeneration emporsteigen konnte: Immanuel Weißglas, Alfred Gong, Paul Celan, Selma Meerbaum-Eisinger, Manfred Winkler, Ilana Shmueli. Aber erst im Exil konnten Überlebende des Holocaust ihre poetische Begabung völlig entfalten und ihre Namen in die neuere deutsche Literaturgeschichte einschreiben.

Petro Rychlo ist Professor für fremdsprachige Literatur an der Nationalen Jurij Fedkowicz-Universität Czernowitz, Ukraine. Er ist Literaturwissenschaftler, Essayist und literarischer Übersetzer, Autor von wissenschaftlichen Monographien, Herausgeber von literarischen Anthologien und zahlreichen Übertragungen ins Ukrainische, darunter Werke von Karl Emil Franzos, Manés Sperber, Salcia Landmann, Jura Soyfer, Georg Drozdowski, Gregor von Rezzori, Rose Ausländer, Paul Celan, Alfred Gong, Selma Meerbaum-Eisinger, Aharon Appelfeld, Josef Burg, Reiner Kunze, Esther Kinski, Jan Wagner u.a. Zuletzt erschien in seiner Übersetzung die erste deutsch-ukrainische Gesamtausgabe von Paul Celans Gedichten in 10 Bänden.
Kooperation mit dem Jüdischen Salon am Grindel

 

 

 

    1, © Miguel Ferrer 2. © Gymnasium Eppendorf

Eine Kindergeschichte – Warum bin ich so, wie ich bin?

Datum:  Sonntag, 28.8.2022
Zeit:       17.00 Uhr    Eintritt: € 5,- (Jugendliche frei)   
Ort:        Literaturhaus, Schwanenwik 38  
Anmeldung erwünscht!   

Der Hamburger Schriftsteller, Schreibtrainer und Literatur-Veranstalter Alexander Posch leitete die siebte Schreibwerkstatt am Gymnasium Eppendorf, mit der literarische Begabungen im elften Jahrgang gefördert werden. Es entstanden zwölf Texte zum Thema Autorität und Kindheit. Wie stark ist der Druck durch Schule und durch Social Media? Die Texte werden in der Publikation mit fotografischen Arbeiten aus den Kunstkursen des Jahrgangs 11  begleitet.
Alexander Posch moderiert die Veranstaltung, die jungen Autor:innen und Künstler:innen präsentieren ihre Werke in Wort und Bild.

Alexander Posch wurde 1968 in Hamburg geboren. Nach Reisen durch Australien und die GUS war er u. a. Ural-Motorräder-Importeur, Room-Service-Kraft eines 4-Sterne-Hotels und Geschichtsstudent. Als Autor, Literaturveranstalter (u. a. des legendären Hamburger Machtclubs) und Moderator lebt er in Hamburg. 2014 erregte er große Aufmerksamkeit mit seinem Roman Sie nennen es Nichtstun (Langen Müller) über das Leben eines Hausmanns.
 

Für alle Veranstaltungen gilt: Wir bitten um Anmeldung mit Angabe von Vor- und Zunamen per Email an: lit@lit-hamburg.de oder telefonisch unter Fon 040.227 92 03 

www.lit-hamburg.de
Kartentelefon  040-227 92 03  Mailto: lit@lit-hamburg.de
 

 

Debütantenbörse 13

Liebe Literaturfreund:innen, liebe Autorinnen und Autoren, nach all den Lockdowns starten wir in diesem Jahr mit der 13. Debütantenbörse für Schreibanfänger:innen aus Hamburg und Umgebung. Nicht wenige der von uns bisher eingeladenen Autorinnen und Autoren haben inzwischen veröffentlicht oder Förderpreise erhalten. Bis Ende August 2022 können also wieder Texte bei uns eingereicht werden.  

Als wir auf Initiative von Jutta Heinrich in 2005 die erste Debütantenbörse  ausschrieben, bewarben sich viele Schreibanfänger:innen aus Hamburg und Umgebung.  „ Hat der schreibende Mensch“, fragte damals Frank Keil in der Welt, „Grund zu Klage ? Nein – hat er nicht. Wohl selten gab es in unserer Stadt so viele Möglichkeiten, frisch Gedichtetes unter das noch ahnungslose Volk zu bringen … eines allerdings fehlte bisher im Reigen dieser und anderer Veranstaltungen: Ein Abend, an dem das Vorgestellte einer erkennbaren Kritik unterzogen wird …“. Manche Lesebühnen verschwinden, andere entstehen neu und an verschiedenen Orten (u.a. in St. Pauli, Barmbek, Winterhude oder Eimsbüttel), und wir präsentieren einmal im Jahr im Literaturhaus Hamburg  ausgewählte Texte, die uns eingereicht werden.
„Es geht darum, vorzustellen, worin und in welcher Weise sich unsere Zeit literarisch ausdrückt, mit welchen Mitteln wir dem Verwirrenden eines digitalen Informationszeitalters beikommen – und bei uns bleiben.“ (Jutta Heinrich).

„Lesen und Schreiben“, erzählt uns Orhan Pamuk, „bedeutet, aus der einen Welt herauszutreten und in der wundersamen Verschiedenheit der anderen einen Trost zu finden.“ (Der Koffer meines Vaters, Hanser).

Bis Ende August 2022 können bis zu 7 Seiten Prosa oder Lyrik eingereicht werden an:

Vorstand des Literaturzentrums im Literaturhaus, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg

 Eine ausgewählte Jury wird später entscheiden, welche Autor:nnen zu einer Lesung ins Literaturhaus eingeladen werden.